Interview

"Unsere Mitarbeiter brennen für die beste Ausbildung"

Das Wirtschaftsingenieur-Institut Industrial Management der FH Joanneum Kapfenberg forciert Industrie 4.0. Institutsleiter Martin Tschandl über die Schwerpunkte.

Was zeichnet Ihr Institut aus?

Martin Tschandl Erstens ein seit 24 Jahren erprobtes Wirtschaftsingenieur-Studium mit den richtigen Inhalten zwischen internationalem Management, Technik und IT. Zweitens unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die dafür brennen, die besten Wirtschaftsingenieurinnen und -ingenieure auszubilden. Und drittens unsere Studierenden, die uns immer wieder aufs Neue zeigen, was in ihnen steckt.

In der Praxis heißt das?

Tschandl Unternehmen können in der neuen Lehr- und Forschungsfabrik Smart Production Lab Use Cases, die unsere Forschungsgruppen ständig weiterentwickeln, als Teillösungen einer Digitalisierung erleben und „angreifen“. So erkennen sie kurzfristig, welche dieser Lösungen für ihr Unternehmen von – schnellem – Vorteil wäre. Das seit über 20 Jahre aufgebaute Know-how zur vertikalen und horizontalen Integration und die hunderten abgewickelten Projekte mit Unternehmen fördern eine akademisch fundierte, aber trotzdem sehr praxisorientierte Projektabwicklung. So können Unternehmen mittelfristig als wesentlich erkannte Digitalisierungsthemen in Zusammenarbeit mit einer spezialisierten Hochschule abwickeln. Die Unternehmen profitieren zusätzlich von den Diplomarbeiten der fast fertigen Diplomingenieure und vor allem von den fertigen Absolventinnen und Absolventen mit Spezialwissen in Industrie 4.0.

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Was erwartet dabei die Studierenden?

Tschandl Nach dem Wirtschaftsingenieur-Bachelor oder einem anderen Technik-Studium haben Studierende sowohl des Vollzeit als auch berufsbegleitend geführten Masterstudiums International Industrial Management seit 2017 die Möglichkeit, ihre fachliche Expertise in zwei Vertiefungsrichtungen zu professionalisieren. Neben dem bisherigen Schwerpunkt „Supply Chain Engineering“ ist es nun auch möglich, sich in „Smart Production & Services“ mit der Digitalisierung in der Produktion, also mit Industrie 4.0, zu vertiefen. Themen wie Industrie der Zukunft, Smart Manufacturing, Big Data Analysis und Lean Production werden bei der digitalen Transformation der Unternehmen benötigt. Meist bekommen die Vollzeit-Studierenden bereits während des Industrieprojektes im 2. Semester oder während der Vertiefung im 3. Semester Jobangebote. Einige Studierende verstärken auch ihre internationalen Erfahrungen mit einem Auslandsstudium, beispielsweise in Südkorea, Mexiko oder Spanien bzw. bei unseren Double-Degree-Partneruniversitäten in Taiwan und Udine/Italien.

Studienrichtungen

  • 2 Bachelor „Industrie­wirtschaft/Industrial Manage­ment“ (6 Semester, Vollzeit und berufs­begleitend), BSc in Engineering
  • 2 Master „International In­dustrial Management“ (4 Semester, Vollzeit und berufs­begleitend), Diplomingenieur/in
  • 1 Lehrgang „International Supply Management“ (4 Semester, berufsbegleitend), MSc
  • 1 Lehrgang „General Ma­nagement“ mit ERP­-Fokus (4 Semester, berufsbegleitend), MBA

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