Autoindustrie

Slowakei: "Werden alles tun, um Investitionen von VW zu bekommen"

Nachdem Volkswagen seine Pläne für ein neues Werk in der Türkei endgültig gekippt hat, bringt sich nun die Slowakei für mögliche Investitionen in dem europäischen Land ins Spiel.

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Nachdem Volkswagen seine Pläne für ein neues Werk in der Türkei endgültig gekippt hat, bringt sich nun die Slowakei für mögliche Investitionen in dem europäischen Land ins Spiel. Die Regierung führe derzeit Gespräche mit Volkswagen über eine Erweiterung der Fabrik in Bratislava, sagte der slowakische Ministerpräsident Igor Matovic im Fernsehen.

Die Slowakei wolle sich weitere Investitionen des deutschen Autobauers und die Schaffung von tausenden Arbeitsplätzen sichern. Volkswagen (VW) prüfe momentan Investitionen in anderen europäischen Anlagen, eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. "Wir werden alles dafür tun, um sie zu bekommen", fügte Matovic hinzu, ohne Details zu nennen. Bei VW war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Der Autobauer ist seit Anfang der 90er Jahre in der Slowakei aktiv.

Nach langem Hin und Her hatte sich VW Anfang Juli vorerst von seinen Plänen für eine neue Autofabrik in der Türkei verabschiedet. Der Konzern stellt die Planungen dafür ein. In einem Brief an den türkischen Industrieminister Mustafa Varank, der der Nachrichtenagentur Reuters vorlag, begründete Konzernchef Herbert Diess die Entscheidung gegen das Werk mit den schlechteren Wachstumsperspektiven der Automobilindustrie durch die Pandemie. Ursprünglich hatte der Konzern für rund eine Milliarden Euro in Manisa ein Mehrmarkenwerk mit einer Jahreskapazität von 300.000 Fahrzeugen und rund 4.000 Beschäftigten hochziehen wollen. (reuters/apa/red)

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