Kraftwerkbau

Siemens Energy: Vorbereitungen der Abspaltung im Zeitplan

Siemens will seine riesige Energiesparte im Herbst 2020 an die Börse bringen, weil sie zu wenig Rendite abwirft. Trotz sehr vieler Kündigungen will Michael Sen, der designierte Chef des künftigen Konzerns, in den Werken gar eine "Aufbruchstimmung" wahrgenommen haben.

Der aus Siemens ausgegliederte Energietechnik-Konzern soll wie geplant im September 2020 an die Börse gebracht werden. "Der Zeitplan bis zur Börsennotierung ist ambitioniert, aber wir sind auf Kurs", sagte der designierte Chef von Siemens Energy, Michael Sen, auf der Siemens-Bilanzpressekonferenz in München.

"Aufbruchstimmung" - und zeitgleich unzählige Kündigungen

Siemens will die Mehrheit an der margenschwachen Energiesparte über eine Abspaltung (Spin-off) an die eigenen Aktionäre weiterreichen. Sen hatte in der vergangenen Woche sein Führungsteam bekanntgegeben, derzeit läuft der Betriebsübergang für die mehr als 80.000 Mitarbeiter. Er habe "Aufbruchsstimmung" in der Belegschaft in Deutschland gespürt, sagte Sen - "auch in Werken, die von schmerzhaften Einschnitten betroffen sind und waren".

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Anfang 2020 soll klar sein, wo in Deutschland der offizielle Firmensitz von Siemens Energy ist. Als Favoriten gelten laut Unternehmenskreisen München und Berlin. Die Ausgliederung aus der Siemens AG soll im März oder April abgeschlossen sein, wie Sen sagte. Die Aktionäre müssen auf einer Hauptversammlung im Juli formal darüber abstimmen. Vor dem Börsengang plant Sen für September noch einen Kapitalmarkttag, auf dem die Investoren auf die Pläne von Siemens Energy eingestimmt werden sollen. (reuters/apa/red)

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