Zulieferer

Schaeffler: Aufspaltungen als Selbstzweck sind sinnlos

Unter dem Druck der Finanzmärkte sind Aufspaltungen bei großen Industriekonzernen derzeit sehr in Mode - aktuell etwa bei Daimler, Conti oder Siemens. Der Industriezulieferer Schaeffler bewahrt einen kühlen Kopf. "Trennen nur um des Trennens willen ist kein schlüssiges Konzept, auch wenn die Börse so etwas gelegentlich toll findet", meint Konzernchef Klaus Rosenfeld.

Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler lehnt eine Aufspaltung nach dem Vorbild von Continental, Siemens oder Daimler ab. "Trennen nur um des Trennens willen ist kein schlüssiges Konzept, auch wenn die Börse so etwas gelegentlich toll findet", sagte der Schaeffler-Vorstandsvorsitzende Klaus Rosenfeld der "Süddeutschen Zeitung".

"Schaeffler ist eben kein Konglomerat im klassischen Sinn, sondern ein integrierter Technologiekonzern, der verschiedene Sektoren bedient", fügte er an. Die Tätigkeiten im Konzern seien in der Regel durch eine gemeinsame Produktionstechnologie verbunden. Schaeffler stehe zudem derzeit besser da als noch vor einigen Jahren.

Familie Schaeffler behält die Kontrolle - Übernahmen derzeit kein Thema

Die Familie Schaeffler kontrolliert die Mehrheit an der Firma und ist auch beim Autozulieferer Continental engagiert. Eine enge Zusammenarbeit der beiden Firmen lehnte Rosenfeld auch ab: "Alles zusammenzulegen war schon in der Vergangenheit kein wirkliches Thema. Das ist durch."

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Auch an der Conti-Antriebssparte Vitesco, die derzeit ausgegliedert wird, habe er kein Interesse. Eine Übernahme sei kein Thema. Wenn Schaeffler hinzukaufen würde, dann im Industriegeschäft. "Nur Größe kaufen, um größer zu werden, wäre falsch. Wir müssen schauen, was uns technologisch ergänzt und hilft", sagte Rosenfeld der Zeitung. (reuters/apa/red)

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