Autoindustrie

Sammelklage gegen Daimler zugelassen - Finanzfirmen wetzen die Messer

Finanzfirmen wollen in einem Verfahren hohe Zahlungen des Autobauers Daimler erwirken. Als Grund führen sie die Schäden aus überhöhten Abgaswerten an. Ein Gericht in den USA hat jetzt eine Sammelklage zugelassen.

Ein US-Bundesrichter in Kalifornien hat eine Sammelklage von Investoren gegen Daimler im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen angeblich überhöhter Dieselemissionen zugelassen. Richter S. James Otero lehnte am späten Mittwochabend einen Antrag Daimlers auf Abweisung der 2016 von Pensionsfonds und anderen Investoren eingereichten Klage ab.

Er werde die Klage gegen Daimler und führende Daimler-Manager wie Konzernchef Dieter Zetsche, Finanzchef Bodo Uebber und den ehemaligen Entwicklungschef Thomas Weber zulassen. Ein Daimler-Sprecher sagte, die Klage sei unbegründet. Das Unternehmen werde sich mit allen rechtlichen Mitteln zur Wehr setzen.

Im April hatte Daimler erklärte, das Unternehmen schließe angesichts der Ermittlung von US-Behörden wegen möglicherweise unerlaubter Funktionen in Diesel-Motoren empfindliche Geldstrafen nicht aus. Auch die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt gegen Daimler. Seit dem Volkswagen-Abgasskandal sind Dieselfahrzeuge unter besondere Beobachtung durch die US-Behörden geraten. VW hatte eingeräumt, heimlich Software in Fahrzeuge eingebaut zu haben, um Abgasmessungen zu manipulieren. (reuters/apa/red)

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