Coronavirus

Rasend schneller Abverkauf bei Industriemetallen

Wichtige Industriemetalle wie Kupfer sind sol billig wie seit vier Jahren nicht mehr. Beim Abverkauf anderer Metalle wie Zinn, Aluminium und Zink sprechen Analysten bereits von "Massenpanik".

Der Ausverkauf bei Industriemetallen wird immer drastischer. Anleger zogen wegen der Gefahr einer Rezession der Weltwirtschaft in Folge der Coronavirus-Pandemie erneut die Reißleine und trennten sich von ihren Positionen.

Kupferpreis: Minus 18 Prozent innerhalb einer Woche

Der Kupferpreis brach in der Spitze um 7,9 Prozent auf 4.371 Dollar (3.907,2 Euro) je Tonne ein. Damit ist das als Barometer für die Weltkonjunktur geltende Industriemetall so billig wie seit mehr als vier Jahren nicht mehr. Innerhalb einer Woche hat Kupfer rund 18 Prozent an Wert verloren.

Guy Wolf, Chefanalyst beim Rohstoff-Brokerhaus Marex Spectron, beschreibt die Situation als "Massenpanik". "In diesem Umfeld sind die Preise wo sie sind, weil jemand verkauft und verkaufen muss - sie haben keine Wahl."

White Paper zum Thema

Rohstoffbörsen definieren neue Grenzen bei Preisschwankungen

An der Shanghaier Terminbörse fiel der April-Kontrakt auf Kupfer um mehr als neun Prozent und durchbrach damit die von der Börse gesetzte untere Grenze. Das gleiche passierte bei den Shanghai-Futures für Zinn, Aluminium und Zink.

Viele Rohstoffbörsen haben bereits auf die massiven Kursschwankungen reagiert und beispielsweise ihre festgesetzten Grenzen für maximale Kursveränderungen ausgeweitet. (reuters/apa/red)

Zum Thema:
Preis für Palladium bewegt sich Richtung 3000 Dollar >>
Norwegische Krone stürzt ab - Notenbank will eingreifen >>   
Washington: Eine halbe Billion Dollar als "Helikoptergeld" >>