Nutzfahrzeugindustrie

Raiffeisen OÖ: Beteiligung am MAN Steyr-Konsortium noch nicht fix

Die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich will mithelfen, das von der Schließung bedrohte Werk von MAN in Steyr zu erhalten. Das von Investor Siegfried Wolf vergelegte Konzept sei schlüssig, betonte Generaldirektor Heinrich Schaller. Man müsse jedoch nun die weiteren Verhandlungen abwarten.

Die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich will mithelfen, das akut von der Schließung bedrohte Werk des Lkw-Bauers MAN in Steyr zu erhalten. "Wir haben immer gesagt, dass wir uns vorstellen können, dass wir Teil eines Konsortiums werden, wenn ein wirklich zukunftsweisender Plan am Tisch liegt", bekräftigte Generaldirektor Heinrich Schaller.

Das jetzt von Investor Siegfried Wolf vorliegende Konzept erscheine schlüssig. "Jetzt bleibt abzuwarten, wie die weiteren Verhandlungen laufen. Über Details wollen wir derzeit aber noch keine Auskünfte geben", gab sich Schaller dann wieder bedeckt.

Anwalt der Mitarbeiter appelliert an Österreicher an der VW-Spitze

Hannes Jarolim, der als Rechtsanwalt die Belegschaft von MAN Steyr vertritt, hat sich unterdessen an die Konzernführung von Volkswagen gewandt - wo übrigens sowohl den Vorstand als auch den Aufsichtsrat Österreicher leiten. Das Vorgehen von MAN "abseits der bestehenden Rechtslage" sei erstaunlich, schreibt Jarolim. Neueste Meldung dazu: MAN Steyr: Offener Brief des Belegschaftsanwalts an Volkswagen >>

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Wolf will an den Verhandlungstisch zurück, wenn Mitarbeiter mitgehen

Wolf hatte sein ursprüngliches Übernahme-Angebot zuletzt nachgebessert, u.a. mit einer Forschungsgesellschaft für 150 Leute. Damit könnten 1.400 Personen und 160 Lehrlinge bleiben, für 133 Leute gebe es eine Altersteilzeitlösung. Dem Betriebsrat wurde das Angebot noch vorgestellt. Wisse er die Mehrheit des Personals hinter sich, will Wolf mit MAN wieder an den Verhandlungstisch zurück. Weiters dazu: MAN Steyr: Neues Gebot von Wolf - Arbeitnehmer fordern Details >>

Die Grünen forderten indes, dass nicht nur die Betriebsräte, sondern auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Gespräche "eingebunden werden und eine zentrale Rolle haben". "Zweitens muss sichergestellt sein, dass das Wolfsche Konzept absolut zukunftstauglich ist und den Weg der Green Mobility geht. Nur so kann die Neuauflage erfolgreich und der Standort Steyr samt Jobs langfristig gesichert werden", äußerte sich die Grüne Arbeitsmarktsprecherin Ulrike Schwarz in einer Pressemitteilung. (apa/red)

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