Bauindustrie

Gewinneinbruch 2019 - Aufträge in Milliardenhöhe

Der zweitgrößte Baukonzern Österreichs meldet für das Vorjahr einen um knapp 60 Prozent gesunkenen Gewinn. Für die kommende Zeit gibt sich Konzernchef Strauss zuversichtlich: Die Bauindustrie werde zu jenen Branchen gehören, die von der verheerenden Krise profitieren.

Der börsennotierte Baukonzern Porr hat im abgelaufenen Geschäftsjahr beim Gewinn deutlich abgebaut. Weltweit beschäftigte Österreichs zweitgrößter Baukonzern (hinter der Strabag) im vergangenen Jahr 19.828 Mitarbeiter - das waren um 4,3 Prozent mehr als 2018.

Im vergangenen Geschäftsjahr brach das Konzernergebnis der Porr gegenüber dem Jahr davor um 58 Prozent von 66,2 auf 27,8 Mio. Euro ein. Der Gewinn je Aktie (EPS) sank um 74 Prozent auf 0,5 Euro. Die Produktionsleistung entwickelte sich mit rund 5,6 Mrd. Euro stabil (minus 0,4 Prozent), wie das Unternehmen mitteilte.

Der Gewinn vor Steuern ging von 88,1 auf 37,4 Mio. Euro massiv nach unten. Grund dafür seien Einmaleffekte wie "der einmalige negative Ergebnisbeitrag eines Projekts in Norwegen sowie ein hoher Preis- und Margendruck in Polen", so die Begründung des Managements. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen verbesserte sich das Ergebnis (EBITDA) im Jahresabstand geringfügig um 1,3 Prozent auf 222,3 Mio. Euro.

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Auftragsbestand in Milliardenhöhe

Der Auftragsbestand blieb den Angaben zufolge mit 7,1 Mrd. Euro nahezu unverändert (minus 0,5 Prozent). Um 12,5 Prozent deutlich zurückgegangen ist 2019 hingegen der Ordereingang - von 6,3 Mrd. auf 5,5 Mrd. Euro.

Die Dividende wird gestrichen - allerdings nicht wegen des massiven Gewinneinbruchs, sondern angesichts der Coronakrise, die im März einsetzte und auch die Porr dazu veranlasste, staatliche Hilfe in Form des Kurzarbeitsmodells in Anspruch zu nehmen. Der Entfall der Gewinnausschüttung werde der Hauptversammlung "als Vorsichtsmaßnahme im Hinblick auf die Covid-19-Pandemie" sowie "aus Solidarität gegenüber allen Stakeholdern der Porr" vorgeschlagen. (apa/red)

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