Windkraftindustrie

Offshorefirma Adwen geht an Siemens und Gamesa

Siemens und sein spanischer Partner Gamesa übernehmen vom französichen Energiekonzern Areva einen 50-Prozent-Anteil am französischen Windradhersteller Adwen - dabei braucht Siemens die Adwen-Technologie gar nicht, weil die Münchener selbst Turbinen für Offshore-Anlagen bauen.

Der französische Windrad-Hersteller Adwen landet nun bei den Windkraftpartnern Siemens und der spanischen Gamesa. Gamesa kauft dem bisherigen Partner Areva seinen 50-Prozent-Anteil an Adwen für 60 Mio. Euro ab, wie Gamesa mitteilte. Das bisherige Gemeinschaftsunternehmen baut Windanlagen auf hoher See und hatte das Interesse des US-Rivalen General Electric (GE) auf sich gezogen. Doch letztendlich boten die Amerikaner zu wenig.

Siemens braucht die Adwen-Technologie nicht

Das Gerangel mit Areva über die Zukunft von Adwen hatte die Gespräche über die zehn Milliarden Euro schwere Fusion der Windsparte von Siemens mit Gamesa zum Weltmarktführer in dem Bereich verzögert. Am Ende hatten sich beide Seiten ein gegenseitiges Andienungsrecht eingeräumt, das auch einen Verkauf an einen Dritten ermöglichte. Siemens braucht die Adwen-Technologie nicht, weil der Münchener Konzern selbst Turbinen für Offshore-Anlagen baut.

Siemens-Chef Joe Kaeser hatte deutlich gemacht, dass seine Zahlungsbereitschaft für Adwen Grenzen hat: "Wenn wir die 50 Prozent bekommen können, dann ist das gut. Falls das nicht gelingt, und jemand ein besseres Angebot macht, dann hat er es verdient." (APA/Reuters/red)