Konjunktur

OeNB: Österreichs Wirtschaftsleistung bisher um 22 Milliarden gesunken

Die Coronakrise hat die heimische Wirtschaftsleistung bisher um 22 Mrd. Euro sinken lassen, meldet die Nationalbank. Seit Mitte September bremsen die steigenden Infektionszahlen die Erholung. Derzeit ergebe sich daraus ein "ambivalentes Konjunkturbild".

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Die Coronakrise hat die Wirtschaftsleistung in Österreich im Vergleich zu 2019 bisher um 22 Mrd. Euro einbrechen lassen. Das geht aus dem wöchentlichen Bruttoinlandsprodukt-Indikator der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) hervor. In den Kalenderwochen 38 und 39 lag das Aktivitätsniveau der österreichischen Wirtschaft 2,8 Prozent bzw. 4,3 Prozent unter den Vorjahreswerten.

Gestiegene Corona-Infektionszahlen hätten den konjunkturellen Aufholprozess seit Mitte September verlangsamt, schreibt die OeNB in einem kürzlich veröffentlichten Konjunktur-Update. Die Echtzeitindikatoren für den wöchentlichen BIP-Indikator würden ein "ambivalentes Konjunkturbild" zeichnen und "die unterschiedliche Dynamik" im Dienstleistungssektor und in der exportorientierten Industrie zeigen. Als Grundlage für den wöchentlichen BIP-Indikator zieht die Nationalbank unter anderem Lkw-Fahrleistung, Stromverbrauch, Arbeitslosenzahlen und andere Mobilitätsindikatoren heran.

"Unterschiedliche Dynamik" auch in der Industrie

Negativ auf den Dienstleistungsbereich und vor allen den Tourismus wirkten sich in der zweiten Septemberhälfte die steigenden Corona-Neuinfektionen, schwächer werdende Fiskalimpulse, Reisewarnungen zahlreicher Länder für Österreich bzw. für einzelne Regionen in Österreich und die Verschärfung der Corona-Schutzbestimmungen aus, so die OeNB. Der Produktionssektor und die Exportwirtschaft seien von diesen Faktoren noch weitgehend unberührt geblieben.

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Die Notenbanker erwarten aufgrund der Coronapandemie im Herbst weitere Herausforderungen für die Wirtschaft. "Angesichts der hohen Infektionszahlen und der notwendigen Schutzmaßnahmen sowohl in Österreich als auch weltweit bleiben die Konjunkturrisiken für die kommenden Wochen eindeutig nach unten gerichtet." (apa/red)

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