Ölpreise

Ölmärkte: Kein Grund für "allzu große Panik" - sagt Moskau

Nach dem historischen Ölpreisabsturz in den USA warnt Russland vor Panik auf den Weltmärkten. Grund für eine apokalyptische Stimmung gebe es nicht, so ein Sprecher von Präsident Putin: Bei den Ölpreisen werde es mittelfristig erdrutschartige Veränderungen nicht geben.

Nach dem historischen Ölpreisabsturz in den USA warnt die rohstoffreiche Großmacht Russland vor Panik auf den Weltmärkten. "Alle Experten sind sich einig, dass dies kein Grund für eine übermäßig negative Einschätzung der aktuellen Lage ist", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau der Agentur Interfax zufolge.

Die Ölpreise zeigten zwar keinen positiven Trend, aber sie unterliegen auch keinen erdrutschartigen Veränderungen, meinte der Sprecher von Präsident Wladimir Putin. Deshalb gebe es auch keinen Grund für eine apokalyptische Stimmung.

Moskau will nach Ölpreisabsturz beruhigen

Diese Woche war der Preis für ein Barrel Rohöl (159 Liter) der amerikanischen Sorte WTI zur Lieferung im Mai auf unter null gesunken. Im Überblick: Ölpreise stürzten historisch ab - erstmals negativer Preis bei WTI-Future >>

White Paper zum Thema

Das bedeutet, Käufer werden bei der Abnahme des Öls Geld erhalten. Zuletzt zeichnete sich allerdings eine Beruhigung am Ölmarkt ab. "Die Situation ist nicht angenehm, aber sie ist der aktuellen Dynamik geschuldet", sagte Peskow.

Russland, das besonders aus den Einnahmen aus dem Ölgeschäft seinen Haushalt finanziert, steckt in einer tiefen Krise. Es wächst die Sorge vor einer Massenarbeitslosigkeit. Die Regierung verfüge über notwendige Reserven, um die Folgen der weltweiten Schwankungen am Ölmarkt "auf unsere Wirtschaft abzumildern", sagte Peskow. (dpa/apa/red)

Aktuell aus der Branche:
Ölpreise weiter im Sinkflug: Russland und Saudi-Arabien zum Eingreifen bereit >>  
Rekord-Kürzungen der Opec bremsen Talfahrt der Ölpreise nicht >>