Bauindustrie

ÖBB investieren heuer 580 Mio. Euro im Osten Österreichs

Die ÖBB wollen im laufenden Jahr 580 Mio. Euro in den Ausbau der Infrastruktur in Wien, Niederösterreich, Burgenland investieren. Unter anderem laufen für die Nordbahn die Planungen an. Und der Ausbau der Weststrecke zwischen Wien und Linz geht ins Finale.

Die ÖBB investieren heuer 580 Mio. Euro in die Ostregion (Wien, Niederösterreich, Burgenland), in der die Hälfte der österreichischen Bevölkerung lebt. Das sind um 23 Mio. Euro weniger als im Vorjahr. Ein Sparprogramm sei das aber nicht, der geringe Betrag resultiere lediglich aus unterschiedlichen Projektphasen, versichert Franz Bauer, Vorstandsdirektor der ÖBB-Infrastruktur AG.

Sanierungsarbeiten sorgen heuer für Streckensperren auf der Semmering Bahn (11. September bis 1. Oktober), an der Pottendorfer Linie (2. Juli bis 4. September) und beim Streckenausbau Wien - Bratislava (Marchegger Bahn, 25. bis 26. März, 23. bis 28. Mai). Schienenersatzverkehre werden eingerichtet, so Bauer am Donnerstag vor Journalisten.

Ausbau, Sanierungen, Fertigstellungen

Für die Nordbahn laufen die Planungen an. Der Ausbau der Weststrecke zwischen Wien und Linz geht ins Finale: Die Güterzugumfahrung St. Pölten - Loosdorf wird im Dezember 2017 fertiggestellt und der viergleisige Ausbau zwischen Ybbs und Amstetten "ist so gut wie finalisiert", so die Bundesbahnen.

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Für die sehr gut ausgelastete Schnellbahnstrecke in Wien zwischen Meidling und Floridsdorf wird es keine Entlastung geben. Hier sei lediglich eine Verdichtung des Verkehrs möglich, diese würde aber nur 10 bis 20 Prozent mehr an Kapazitäten bringen und sei derzeit nicht angedacht.

Bahnhof Tulln wird saniert

Nachdem die großen Bahnhöfe bereits modernisiert wurden, stehe heuer vor allem der Umbau des Bahnhofs Tulln im Fokus. Er ist einer der meist frequentierten Bahnhöfe in der Ostregion. Sieben größere Bahnhöfe sollen heuer WLan bekommen.

Noch ungelöst ist das Problem mit den abgedrehten 140 Fahrkarten-Entwertern in der Ostregion. Wie der "Kurier" Anfang Februar berichtete, sorgt deren Ende für Ärger unter den Fahrgästen, weil sie ihre Streifenkarten nicht mehr entwerten können. Derzeit arbeite man gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Ostregion ("VOR") an einer Lösung, so die Bahn. (apa/red)