Energiewirtschaft

Niederlande planen größte grüne Wasserstofffabrik Europas

In den Niederlanden soll bald die größte grüne Wasserstofffabrik Europas entstehen. Vorerst sind Kapazitäten von jährlich 3 bis 4 Gigawatt Strom geplant, die in den nächsten zwei Jahrzehnten auf rund 10 Gigawatt steigen sollen - was etwa dem Stromverbrauch von mehr als 12 Millionen Haushalten entspricht.

Im Nordosten der Niederlande soll die größte grüne Wasserstofffabrik Europas entstehen. Ein Konsortium der niederländischen Unternehmen Shell, Gasunie und Groningen Seaports präsentierte in Groningen die Pläne zu dem Projekt "NortH2".

Die Anlage soll in Eemshaven nahe der deutschen Grenze errichtet werden. Die notwendige Energie werde in einem Windpark auf See produziert, teilten die Unternehmen mit. Der grüne Wasserstoff könne bis ins deutsche Ruhrgebiet exportiert werden.

Die Rede ist von einer Kapazität von bis zu 10 GW

Zunächst wollen die Unternehmen auf See den Windpark errichten, der vorerst jährlich 3 bis 4 Gigawatt Strom liefern soll. Die Kapazität soll den Planungen zufolge bis 2040 rund 10 Gigawatt betragen. Das entspricht dem Stromverbrauch von mehr als 12 Millionen Haushalten. Mit der Produktion von grünem Wasserstoff sollen Klimaziele der Niederlande erreicht werden. "Wir machen einen großen Schritt zur Energiewende" sagte die Vorstandsvorsitzende von Shell Niederlande, Marjan van Loon. "NortH2" solle die Niederlande zum führenden Produzenten von Wasserstoff machen. "Wir sehen das als Möglichkeit, um das Energiesystem der Zukunft zu bauen."

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Viele zentrale Fragen offen

Unklar ist, wie teuer das Projekt wird und wie es finanziert werden soll. Die Unternehmen rechnen in den ersten Jahren mit Subventionen.

Wasserstoff wird bereits in der Industrie eingesetzt, aber vor allem mit Erdgas produziert. Dieses trägt mit CO2-Ausstoß zum Klimawandel bei. Die Anlage soll nach den Plänen rund 2040 jährlich rund 800.000 Tonnen Wasserstoff produzieren. Dieser könnte über die bestehenden Gasleitungen vom Eemshaven bis nach Deutschland transportiert werden. (dpa/apa/red)

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