Kunststoffindustrie

Neues CD Labor erforscht Langzeithaltbarkeit von Kunststoff-Laminaten

An der Universität Linz eröffnet ein neues Christian Doppler-Labor. Unternehmenspartner sind die Voestalpine und Borealis. Wie die Forschung aussehen soll.

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Werkstoff-Kombinationen mit schichtweiser Abfolge von Kunststoff und Metall oder Glas, sogenannte Kunststoff-Laminate, werden u.a. in Elektromotoren, Photovoltaik-Modulen oder Windkraftgeneratoren eingesetzt. Sie sind dabei vielfältigen mechanischen Beanspruchungen und Umwelteinflüssen ausgesetzt. In einem neuen an der Universität Linz eröffneten Christian Doppler(CD)-Labor soll nun die Langzeithaltbarkeit solcher Kunststoff-Laminate erforscht werden.

Das Problem solcher Hybrid-Laminate ist, dass es in ungünstigen Belastungsfällen zur Enthaftung von Schichten und damit zum Versagen des betreffenden Bauteils kommen kann. "Konkret untersuchen wir, wie sich kombinierte mechanische Belastung und Umgebungseinflüsse auf die Alterungsvorgänge und Haftung an Material-Grenzflächen auswirken", erklärte der Leiter des neuen "CD-Labors für Alterung von Polymerlaminaten bei mechanischer Beanspruchung und Umgebungseinwirkung", Gernot Wallner, vom Institute of Polymeric Materials and Testing der Uni Linz in einer Aussendung. Dafür wollen die Wissenschafter neuartige Prüf- und Analysemethoden entwickeln und Alterungsprozesse an den Grenzflächen zwischen Kunststoff, Metall oder Glas auf molekularer Ebene analysieren.

In den von der Christian Doppler Gesellschaft (CDG) für jeweils sieben Jahre genehmigten CD-Laboren kooperieren Wissenschafter mit Unternehmen im Bereich anwendungsorientierte Grundlagenforschung. Das Budget - im konkreten Fall 3,5 Mio. Euro - kommt dabei jeweils zur Hälfte von der öffentlichen Hand und den Industriepartnern. Am neuen CD-Labor beteiligen sich die voestalpine mit dem Fokus auf Stahl-Kunststoff-Laminate für Elektromobilität und Windkraftgeneratoren und Borealis mit dem Schwerpunkt auf maßgeschneiderte Kunststoffmaterialien für Photovoltaikmodule.