Papierindustrie

Mondi investiert 24 Mio. Euro in Kärnten

Nach 60 Millionen Euro im Vorjahr investiert Mondi wieder 24 Millionen Euro in seinen Standort in Frantschach im Bezirk Wolfsberg. Der Papierproduzent will diesmal vor allem Energieeffizienz und Ressourceneinsatz verbessern.

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In den Kärntner Standort des Papierproduzenten Mondi in Frantschach (Bezirk Wolfsberg) werden im kommenden Jahr 24 Millionen Euro investiert. Das teilt das Unternehmen in einer Aussendung mit.

Diese Investition sollen in Maßnahmen fließen, die den Ressourceneinsatz verbessern und die Energieeffizienz steigern. Erst 2013 wurden 60 Mio. Euro in einen Laugenverbrennungskessel investiert.

Frantschach ist einer von zehn Standorten in Österreich und Papier-und Zellstofflieferant für nationale wie internationale Verpackungshersteller und Verarbeitungsbetriebe. Der Standort verfügt über ein eigenes Forschungs- und Entwicklungslabor.

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Freude über Ablehnung eines Biomassekraftwerks

Zur Entscheidung für die Investition habe auch beigetragen, dass eine Genehmigung für ein geplantes Biomassekraftwerk in Klagenfurt durch das Landesverwaltungsgericht aufgehoben wurde. "Ich begrüße diese Entscheidung und gehe davon aus, dass das geplante Biomasse-Kraftwerk nun nicht gebaut wird und dass in Zukunft große Biomasse-Kraftwerke in Österreich nicht mehr in Form von Einspeisetarifen gefördert werden", meint dazu Mondi-Vorstand Peter Oswald.

Durch die österreichische Förderpolitik im Rahmen des geltenden Ökostromgesetzes kommt es nach den Worten von Oswald für die Zellstoff-, Papier-und Plattenindustrie zu einer mittlerweile standortbedrohlichen Verzerrung auf dem Holzmarkt.

Mondi ist ein internationales Verpackungs- und Papierunternehmen, das Produktionsstätten in 31 Ländern unterhält und rund 24.000 Mitarbeiter beschäftigt. 2013 erzielte Mondi einen Umsatz von 6,5 Mrd. Euro. Die Kernmärkte liegen in Zentraleuropa, Russland, Amerika und Südafrika. (apa/pm)

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