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Neue Industriestrategie der EU: Höhere Digitalisierung, weniger Klimaschäden

Mit einer neuen Strategie will die EU die Industrie stärker digitalisieren und klimafreundlicher machen. Im gegenwärtigen Umbruch sei Unternehmergeist wichtiger denn je, meinte dazu Kommissionschefin Ursula von der Leyen.

Eine neue EU-Strategie soll die Industrie fit für eine digitalisierte und klimafreundliche Zukunft machen und Millionen Jobs in Europa sichern. Geplant seien Hilfen zur Qualifizierung von Personal und zum Schutz vor unfairer Konkurrenz, teilte die EU-Kommission mit. Dem Mittelstand verspricht sie in einer eigenen Strategie Bürokratieabbau und einen leichteren Zugang zu Finanzierungen.

"Die europäische Industrie ist der Motor für Wachstum und Wohlstand in Europa", betonte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen. Ideen, Talente und Unternehmergeist seien wichtiger denn je im gegenwärtigen Umbruch. "Die europäische Industrie hat alles, was sie braucht, um die Entwicklung anzuführen, und wir werden tun, was wir können, um dies zu unterstützen", sagte von der Leyen.

Die Industriestrategie nennt ein ganzes Bündel von Maßnahmen. Darunter sind Aktionspläne zum Schutz von geistigem Eigentum und zur Rohstoffbeschaffung. Die europäischen Wettbewerbsregeln und die Schutzinstrumente gegen unfaire Praktiken im Welthandel sollen überprüft werden. Bis Mitte dieses Jahres soll in einem Weißbuch durchleuchtet werden, wie ausländische Subventionen den Wettbewerb im EU-Binnenmarkt verzerren. Bis Mitte 2021 soll ein Vorschlag für Gegenmaßnahmen vorliegen.

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Darüber hinaus sind Initiativen geplant, um die Abkehr von fossilen Brennstoffen in Industrien mit hohem Energieverbrauch voranzubringen. Auch Energieeffizienz und eine klimafreundlichere Energieversorgung zu günstigen Preisen gehören zu den Zielen der Strategie. Zudem kündigt die Kommission eine Allianz für Wasserstofftechnik an, ähnlich der bereits gestarteten Batterie-Allianz.

Die europäische Industrie beschäftigt nach Angaben der Kommission direkt 35 Millionen Menschen. In kleinen und mittleren Unternehmen sind darüber hinaus rund 100 Millionen Beschäftigte tätig. (dpa/apa/red)

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