Ergebnisse

Michael Tojner: "Montana Tech liefert bestes Ergebnis ihrer Geschichte ab"

Die Industriegruppe Montana Tech Components des österreichischen Unternehmers Michael Tojner ist 2020 trotz Krise weiter gewachsen und hat sowohl beim operativen Ergebnis als auch beim Vorsteuergewinn zugelegt. Ein wichtiger Treiber sei "die unglaubliche Dynamik bei Varta" gewesen, so Tojner gegenüber Industriemagazin.at.

Die Industriegruppe Montana Tech Components (MTC) des österreichischen Unternehmers Michael Tojner ist im Coronajahr 2020 weiter gewachsen: Montana Tech habe sowohl das operative Ergebnis als auch den Vorsteuergewinn gesteigert, wie die Gruppe mitteilt. Auch in das erste Quartal des laufenden Jahres sei die Gruppe wie geplant gestartet. Teil der Industriegruppe sind der deutsche Batteriekonzern Varta, der schweizerisch-kroatische Verpackungshersteller Aluflexpack sowie der Luftfahrt-Zulieferer Montana Aerospace.

"Stabile Entwicklung bei Aluflexpack und Dynamik bei Varta"

"Die Montana Unternehmensgruppe hat im weltwirtschaftlich schwierigen Jahr 2020 das beste Ergebnis ihrer Geschichte abgeliefert. Die Erfolgsfaktoren waren einerseits die stabile Entwicklung der Aluflexpack AG, aber vor allem die unglaubliche Dynamik der Varta AG. Die Innovationskraft des Unternehmens gibt uns die Perspektive, dass der Umsatz sich in den kommenden Jahren noch einmal verdoppeln kann", erklärte dazu Michael Tojner gegenüber INDUSTRIEMAGAZIN.at.

Durch die starke Diversifizierung sei es 2020 gelungen, die Auswirkungen der Covid-Pandemie auf das Geschäftsfeld Aerospace durch die Erfolge der anderen Divisionen vollständig zu kompensieren und den Gesamtumsatz im Vergleich zum Vorjahr deutlich zu steigern. "Unter diesen Vorzeichen ist man zuversichtlich, auch im Gesamtjahr 2021 den geplanten Wachstumspfad der Gruppe konsequent fortsetzen zu können", heißt im Ausblick.

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Die Ergebnisse im Detail

Der Gesamtumsatz der Gruppe wuchs um 27,3 Prozent auf 1,7 Mrd. Euro. Operativ stieg das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) um 41,2 Prozent auf 272 Mio. Euro, das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) um 86,3 Prozent auf 114,8 Mio. Euro. Der Gewinn vor Steuern (EBT) erhöhte sich um 11,6 Prozent auf 70,5 Mio. Euro, wie aus dem Finanzbericht hervorgeht. Das Periodenergebnis (nach Ertragssteueraufwand) sank dagegen um 26 Prozent auf 30,1 Mio. Euro. Der Personalstand stieg um 11,7 Prozent auf 10.689 Mitarbeiter.

Der Gruppenumsatz der Varta AG wuchs im Vorjahr - auch dank der Akquisition der Varta Consumer Batteries - um knapp 140 Prozent auf 869,6 Mio. Euro (plus 47,2 Prozent ohne Varta-Consumer-Zukauf). Heuer werde ein Umsatz um die 940 Mio. Euro erwartet. Varta habe in den vergangene Jahren massiv in den Ausbau der Produktionskapazitäten in den Werken Ellwangen und Nördlingen investiert. Daraus resultiere die Perspektive auf ein hohes organisches Wachstum und einen prozentual deutlich zweistelligen Ergebniszuwachs.

Investitionen von einer halben Milliarde Euro

Das Jahr 2020 sei auch für die Montana Aerospace sehr herausfordernd gewesen, umso wichtiger sei es gewesen, die Wachstumsstragegie unvermindert fortzusetzen und sich mit einem Rekordinvestitonsprogramm für den "Restart" aus der globalen Covid-Krise aufzustellen. In den vergangenen drei Jahren seien sehr hohe Investitionen in neue Maschinen, Gebäude, Prozesse und Kompetenzen investiert worden.

Michael Tojner erklärt dazu: "Für die Unternehmen der Montana Aerospace haben wir ein Investitionsprogramm im Volumen von 500 Mio Euro durchgezogen. Das ist die optimale Aufstellung für den Restart der Luftfahrtsparte und eine weiter gestärkte Marktposition von Monatana Aerospace."

Tojner: "Restart der Luftfahrtsparte" in die Wege geleitet

Das Unternehmen werde den Strukturwandel in der Luftfahrtindustrie weiter nutzen, mit dem Ziel, sich mit strategischen Akquisitionen weitere wichtige Marktanteile zu sichern und sich für den Restart langfristig stark aufzustellen, heißt es im Lagebericht. Weiters dazu: Insider: Michael Tojner will auch Montana Aerospace an die Börse bringen >> 

Der Verpackungshersteller Aluflexpack hat 2020 den Umsatz um 15,2 Prozent auf 239,4 Mio. Euro gesteigert. Heuer wird mit einem anhaltend guten Wachstum und einem Nettoumsatz zwischen 260 und 270 Mio. Euro gerechnet. Weiters dazu: Kräftiges Wachstum bei Michael Tojners Aluflexpack >> 

(red mit Material von apa)

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