Industriekonjunktur

Metalltechnische Industrie: Die große Erholung bleibt vorerst aus

​​​​​​​Ein Fünftel der Unternehmen der Metalltechnischen Industrie verzeichnet steigende Produktion, die Stimmungslage hellt sich nur zögerlich auf.

Nur etwa 19 Prozent der Unternehmen der Metalltechnischen Industrie (MTI) geben aktuell an, dass ihre Produktion in den letzten Monaten gegenüber den Vormonaten gestiegen ist. Das ist das Ergebnis des Konjunkturtests Oktober des Fachverbands der Metalltechnischen Industrie. "Die Ergebnisse zeigen, "wie wenig dynamisch das industrielle Umfeld zuletzt war", sagt MTI-Konjunkturexperte Martin Baminger.

Seit dem Ende des Lockdowns und einem damit einsetzenden Nachfrageschub im Frühsommer sei der Motor ins Stocken geraten, heißt es beim Fachverband. Die Produktion in den letzten drei Monaten ist immer noch im Vergleich zu Vormonaten gesunken. Die Auftragsbestände gehen seit ihrem Tiefpunkt im Mai tendenziell nach oben, aktuell stagnieren sie aber.

Metalltechnische, Industrie, Oktober © Metalltechnische Industrie

"Die Geschwindigkeit des Rückgangs ging zwar eindeutig zurück, das dritte Quartal sei aber "nicht zum Quartal der wirtschaftlichen Erholung" geworden, wie man das beim Ende des Lockdowns erhofft hatte, sagt Baminger. "Für das nächsten Quartal erwarten sich die Hersteller keine Änderung der Lage, in der Gesamtindustrie sind die Produktionserwartungen dagegen etwas besser", sagt Baminger.  

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Seit Juli befinden sich die Erwartungen der Unternehmen der metalltechnischen Industrie in etwa in einem neutralen Bereich - sie erwarten sich weder Rückgänge noch Zuwächse. Wenn man das momentan schwache Produktionsniveau berücksichtigt, ist das eher ein schlechtes Zeichen. 

Freilich: Diese Angaben sind auch mit einem gewissen Grad an Unsicherheit zu interpretieren - man wisse momentan nicht, in welche Richtung es gehe. Die Maschinenbauer seien etwas pessimistischer, was die weitere Entwicklung angeht. Die Stimmungslage habe sich jedenfalls in den letzten Monaten nicht mehr verbessert. "Das bestätigt die bisherigen Einschätzungen, dass der Aufschwung, sofern er überhaupt stattgefunden hat, ins Stocken geraten ist", heißt es beim Fachverband.

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