Personalia

Markus Duesmann: Von BMW an die Konzernspitze von Audi

Der frühere BMW-Einkaufsvorstand Markus Duesmann wird ab April neuer Chef des zu Volkswagen gehörenden Autobauers Audi. Duesmann löst in der Position den Holländer Bram Schot ab. Die Personalie hat auch Auswirkungen im Vorstand von Volkswagen selbst.

Der frühere BMW-Einkaufsvorstand Markus Duesmann wird Chef der Volkswagen-Tochter Audi. Duesmann übernimmt den Posten zum 1. April kommenden Jahres, wie VW und Audi nach Sitzungen ihrer Aufsichtsräte mitteilten. Parallel übernimmt der Maschinenbauingenieur im Volkswagen-Konzernvorstand die Verantwortung für Forschung und Entwicklung.

Vorstandschef Herbert Diess gibt dieses Ressort ab und leitet statt dessen künftig in Personalunion das Vertriebsressort.

"Markus Duesmann wird alles daransetzen, die großen Potenziale der Marke Audi zu heben", erklärte Diess, der auch den Audi-Aufsichtsrat leitet. Der Betriebsratschef und Vizevorsitzende des Aufsichtsrats, Peter Mosch, setzt ebenfalls große Hoffnungen auf den künftigen Firmenchef. "Von Markus Duesmann und seinem Vorstandsteam erwarten wir eine stabile Auslastung der Werke und mehr Mut zu Vorsprung durch Technik", erklärte Mosch.

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Bram Schot ist ein Interimsmanager geblieben

Der bisherige Audi-Chef Bram Schot, der bisher im Volkswagen-Konzernvorstand den Vertrieb verantwortet, verlässt das Unternehmen Ende März, wie Volkswagen weiter ankündigte. Schot hatte erst im vergangenen Jahr die Nachfolge von Rupert Stadler angetreten, der wegen des Dieselskandals gehen musste. Schot habe die Führung in schwieriger Zeit übernommen, die Geschäfte sehr erfolgreich geleitet und wichtige Veränderungen angestoßen, erklärte Diess.

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Die Entscheidung für Duesmann war erwartet worden. Diess, der wie Duesmann von BMW kam, hatte seinen früheren Kollegen dort bereits im vergangenen Jahr abgeworben. Doch erst im Spätsommer des laufenden Jahres stimmte der BMW-Aufsichtsrat Insidern zufolge einer vorzeitigen Vertragsauflösung des Managers zu.

Zur Person Duesmann

Der 50-jährige arbeitete nach seinem Studium mehrere Jahre bei Daimler, unter anderem in der Motorenentwicklung und im Formel-1-Team. Im Jahr 2007 wechselte er zu BMW. Dort wurde er nach Leitungsaufgaben in den Bereichen Formel-1-Antrieb, Fahrdynamik und Antrieb im Oktober 2016 zum Einkaufsvorstand befördert wurde. (reuters/apa/red)

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