Kraftwerke

Kaspersky findet 54 Sicherheitslücken in einer Software von Siemens

Der russische Anbieter Kaspersky hat sich ein von Siemens stammendes Steuerungsprogramm für Kraftwerke angeschaut - und dabei 54 verschiedene Sicherheitslücken entdeckt. Jetzt warnt das deutsche Bundesamt für IT-Sicherheit vor Cyberangriffen auf Kraftwerke.

Das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat vor erheblichen Sicherheitslücken in der Steuerungssoftware von deutschen Kraftwerken gewarnt.

Das Amt bestätigte gegenüber der Zeitung "Die Welt" Forschungsergebnisse des russischen Antivirusanbieters Kaspersky. Dieser hatte auf dem Hackerkongress 36c3 in Leipzig Ende Dezember 54 verschiedene Sicherheitslücken in einer Kraftwerkssteuerungssoftware von Siemens aufgedeckt.

"Die von den Forschern in dem Gerät gefundenen Schwachstellen sind erheblich", erklärte das BSI auf Nachfrage der Zeitung. Das Amt hatte Mitte Dezember eine eigene Warnmeldung an die Kraftwerksbetreiber herausgegeben. Laut BSI wurden bei den Kraftwerksbetreibern keine Fälle bekannt, bei denen die Schwachstellen ausgenutzt wurden. Von der Sicherheitslücke sind Kernkraftwerke nicht betroffen. (reuters/apa/red)

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