Autoindustrie

Kartendienst Here will Daten direkt aus dem Auto weiterverkaufen

Das Auto der Zukunft ist ein Computer auf Rädern - und Autobauer suchen nach Wegen, wie sie damit anders Geld verdienen können als bisher. Eine Möglichkeit zeigt der Kartendienst Here, der mehrheitlich Audi, BMW und Daimler gehört: Der Dienst will eine Plattform für den weltweiten Austausch der Daten werden, die von der Nutzung der Autos stammen.

Über eine neue Plattform des Kartendienstes Here können Autohersteller künftig die Sensordaten ihrer Fahrzeuge zur Nutzung an Software- und App-Entwickler weitergeben. Mit dem "Marketplace" will der Kartendienst, der mehrheitlich den deutschen Autobauern Audi, BMW und Daimler gehört, eine neutrale Drehscheibe für den weltweiten Austausch der Daten schaffen.

Diese könnten dann von Dritten zum Beispiel für Verkehrswarndienste oder ähnliche Anwendungen genutzt werden, teilte Here auf der Technik-Messe CES in Las Vegas mit.

Bisher sei es aus rechtlichen Gründen schwierig für die Hersteller gewesen, Zugriff auf ihre Systeme zu gewähren. Mit der zwischen Anbieter und Nutzer geschalteten neutralen Plattform löse man dieses Problem. Erster Autobauer, der verschiedene Daten über den "Marketplace" freigibt, ist Daimler.

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Für Autobauer und Zulieferer ist die Plattform eine Möglichkeit, mit ihren Fahrzeugdaten zusätzlich Geld zu verdienen. Neben den drei Herstellern sind auch die deutschen Zulieferer Bosch und Continental sowie Intel bei Here an Bord. Kurz vor Weihnachten hatten zudem der Autobauer Mitsubishi und der Telekom-Anbieter NTT aus Japan angekündigt, in großem Stil einzusteigen. Die anderen Teilhaber reduzieren dafür ihre Anteile. (dpa/apa/red)

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