Maschinenbau

Japanischer Roboterbauer Yaskawa eröffnet seine erste Roboterfabrik in Europa

Der japanische Roboterbauer Yaskawa hat in Slowenien seine erste Roboterfabrik in Europa eröffnet. Der Standort soll die Produktion des Herstellers in Japan und China "ergänzen". Der slowenische Staat zahlt ein Fünftel der Investitionskosten - das heißt indirekt auch die EU.

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Der japanische Roboterbauer Yaskawa hat in Slowenien seine erste Roboterfabrik in Europa eröffnet. Das Werk in Gottschee (Kocevje) ergänzt die Produktionsstätten in Japan und China.

Slowenische Staat zahlt ein Fünftel der Investitionskosten

Der Investitionswert der neuen Fabrik liegt bei rund 25 Mio. Euro, der slowenische Staat subventionierte die Investition mit 5,6 Mio. Euro, berichtete die Nachrichtenagentur STA. Weil Slowenien zu den Nettoempfängern der Europäischen Union gehört, subventioniert damit indirekt auch die EU den Bau dieser Fabrik.

Bis zu 10.000 Industrieroboter pro Jahr

Yaskawa ist in Slowenien seit mehr als zwei Jahrzehnten präsent. In seinem Werk in der Nachbargemeinde Ribnica werden seit 1996 Roboterzellen produziert. Das neue Werk sei eine Antwort auf die wachsende Nachfrage in Europa sowie auf den Märkten im Nahen Osten, Afrika und Russland, sagte der Europa-Chef Bruno Schnekenburger laut STA. Mit der europäischen Produktionsstätte werden Transportwege und somit die Lieferzeiten verkürzt.

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Mit der Produktion in Slowenien werden rund vier Fünftel der europäischen Nachfrage nach Robotern der Marke Motoman gedeckt, sagte Hubert Kosler, Chef des slowenischen Unternehmens Yaskawa Europe Robotics, laut STA. Im neuen Werk werden pro Jahr bis zu 10.000 Industrieroboter gefertigt. Der japanische Konzern gehört zu den weltweit größten Anbietern von Industrierobotern.

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Die slowenische Fabrik beschäftigt derzeit 50 Mitarbeiter, bis Jahresende soll sich die Beschäftigtenzahl verdoppeln. Bis 2023 soll Yaskawa in Slowenien rund 200 Beschäftigte haben. Neben der Fabrik plant der japanische Konzern im Südosten des Landes auch ein Entwicklungszentrum für Robotik, darüber hinaus gibt es Pläne für eine Komponentenfabrik. (apa/red)

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