Hygieneunternehmen

Hollu: Zwischen Hypernachfrage und Wegbrechen großer Geschäftsbereiche

Das Familienunternehmen hollu produziert einerseits auf Hochtouren Desinfektionsprodukte, auf der anderen Seite brechen große Kundensegmente weg. Deshalb greift das Systemhygiene-Unternehmen auf Kurzarbeit zurück.

Vor allem Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen haben großen Bedarf an Desinfektionsprodukten. Das Unternehmen hollu produziert deshalb auf Hochtouren. So hat sich beispielsweise die Produktion der Oberflächendesinfektionsprodukte im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 70 Prozent erhöht, die Produktionskapazität für Desinfektion wurde mehr als verdoppelt. Auch die hauseigene Forschung & Entwicklung arbeitet mit Hochdruck an neuen Produkten und hat neue Desinfektionsprodukte entwickelt, um beispielsweise dem Engpass an Händedesinfektionsprodukten entgegenzuwirken, wovon im März bereits 39 Tonnen produziert wurden.  

Gleichzeitig ist dem Unternehmen mit den Schließungen in der Hotellerie und Gastronomie ein großer Geschäftsanteil weggebrochen. "Als Systemerhalter für das Gesundheitswesen gehören wir dennoch zu denjenigen, die aktuell auch dringend gebraucht werden“, so Hollu-Geschäftsführer Simon Meinschad. Trotz der derzeit sehr hohen Auslastung in der Produktion hat Hollu Corona-Kurzarbeit angemeldet. „Viele unserer Kunden wie Hotels oder Gastronomiebetriebe haben geschlossen, auch viele Industriebetriebe und Betriebe im öffentlichen Bereich haben ihre Tätigkeiten auf ein Minimum reduziert. Das bedeutet auch für uns einen massiven Auftragseinbruch“, erklärt Meinschad.

Unternehmen bietet TÜV-zertifizierten Online-Kurs zu Corona

Hollu bietet auch einen TÜV-zertifizierten Kurs „Risikomanager – Mikrobiologische Kontaminationen“. In diesem Online-Kurs lernen Teilnehmer den Umgang mit dem Corona-Virus und weiteren multiresistenten Erregern und erwerben Fachkompetenzen für behördliche Überprüfungen.