Papier

Heinzel: Produktion trotz Corona-Virus aufrecht

Die Weiterversorgung der Kunden mit Papier und Zellstoff sei auch in Zeiten von Corona sichergestellt, teilt die Heinzel-Group mit. Man sieht sich derzeit gut für die Krise gerüstet.

Mit ihren Papier- und Zellstofflieferungen beschafft die Heinzel Group das Ausgangsmaterial für dringend benötigte Hygiene- und Verpackungsprodukte in der ganzen Welt. In einer Aussendung teilte die Konzernleitung am Dienstag mit, dass man "unter Einhaltung der strengsten Schutzmaßnahmen für die Mitarbeiter" alles daran setze, die Produktion sowie den Vertrieb aufrechtzuerhalten.

Zwar sei "eine konkrete Einschätzung der Entwicklung im Jahr 2020 angesichts der tagtäglichen Veränderungen des Umfelds durch die COVID-19-Pandemie im Moment nicht möglich", aber aufgrund des soliden Ergebnisses des Jahres 2019 – die Heinzel Group realisierte im Jahr 2019 das zweitbeste Ergebnis ihrer Unternehmensgeschichte –  sei man "gut für die aktuelle Coronakrise gerüstet".

Alfred, Hannes, Heinzel, CEO, Heinzel, Holding, GmbH © Heinzel Holding

Firmengründer Alfred Heinzel

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Geschäftsergebnis 2019

Bei einer weiteren Steigerung der Produktionsmenge auf etwas über 1,6 Mio. Tonnen blieben die Umsätze im Jahr 2019 mit 1,92 Mrd. Euro unter dem All-Time-High des Vorjahres von 2,1 Mrd Euro. Das EBITDA (181 Mio. Euro), das EBIT (115 Mio. Euro) und der Jahresüberschuss (86 Mio. Euro) blieben hinter den den Rekordwerten von 2018 zurück. Die Zahlen des Jahres 2017 konnte die Heinzel Group aber erneut deutlich übertreffen. Einmal mehr verbessert hat sich auch die Bilanzstruktur der Gruppe: Die Nettoverschuldung wurde trotz Investitionen von 111 Mio. Euro und kleinerer Akquisitionen weiter reduziert, die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 56,8%.

Investitionen in weiteren Kapazitätsausbau, Effizienzsteigerung und Optimierung

Neben der neu errichteten PM3 in Pöls mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 130 Mio.Euro wurden 2019 Umbauten und Qualitätsverbesserungen in allen Werken vorgenommen. Diese standen durchwegs im Zeichen einer weiteren Kapazitätssteigerung sowie einer Reduktion des Chemikalien- und Energieeinsatzes. Zusätzlich hat die Heinzel Group ihren Aktivitätsradius im Bereich Handel neuerlich erweitert.

Die Heinzel-Gruppe

Die unter dem Dach der Heinzel Holding vereinte Heinzel Group zählt mit ihren Industriestandorten Zellstoff Pöls (Österreich), Laakirchen Papier (Österreich), Raubling Papier (Deutschland) und Estonian Cell (Estland) zu den wichtigsten Herstellern von Marktzellstoff und Verpackungspapieren in Mittel- und Osteuropa.  Der Handelsbereich umfasst mit Heinzelsales ein weltweit tätiges Handelshaus für Zellstoff, Papier und Karton sowie mit Europapier International das führende Papiergroßhandelsunternehmen in Mittel- und Osteuropa. Bunzl & Biach schließlich ist der größte und bedeutendste Altpapierhändler Österreichs und ein führender Großhändler in Zentral- und Osteuropa.

Sebastian Heinzel im Porträt

Sebastian, Heinzel © Matthias Bernold

Sebastian Heinzel leitet derzeit Heinzelsales, das Handelshaus des Papierkonzerns.

Das Industriemagazin beschäftigte sich zu Anfang des Jahres mit dem österreichischen Papierkonzern: Die Titelgeschichte im Jänner brachte ein Porträt von Sebastian Heinzel: "Die Rückkehr eines Reisenden". Der älteste Sohn von Firmengründer Alfred Heinzel leitet derzeit das Handelshaus Heinzelsales. Sebastian Heinzel soll eines Tages die Führung im Gesamtkonzern übernehmen. Es gibt ihn auch im Podcast des Industriemagazins zu hören.

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