Elektronik

Gewessler besucht AT&S: Entscheidung zu IPCEI noch im März zu erwarten

Leiterplattenhersteller AT&S wird als eines von nur drei österreichischen Unternehmen am Programm IPCEI teilnehmen. Eine Genehmigung der EU wird für März erwartet. Österreich habe bei Umwelttechnologien die Chance auf einen weltweiten Spitzenplatz, so Ministerin Leonore Gewessler bei einem Besuch vor Ort.

V.l.n.r.: Heinz Moitzi (CTO AT&S), Simon Sebanz (COO AT&S BU Automotive, Industrial, Medical), Sandra Krautwaschl (Landessprecherin und Klubobfrau), Leonore Gewessler (BMK).

Der steirische Leiterplattenhersteller AT&S wird als eines von nur drei österreichischen Unternehmen dem Programm IPCEI beitreten. Eine Genehmigung der EU-Kommission wird für März erwartet. Österreich habe bei Umwelttechnologien die Chance auf einen weltweiten Spitzenplatz, so Umweltministerin Leonore Gewessler bei einem Besuch bei AT&S.

Das Förderprogramm IPCEI, das "wichtige Projekte von einem gemeinsamen europäischen Interesse" fördert, sei die die Basis für Investitionen in strategisch bedeutende Schlüsseltechnologien, hieß es dazu. Österreich reagiert darauf im Bereich Mikroelektronik mit dem Aufbau eines Forschungszentrums für Mikroelektronik namens "Silicon Austria". Details: Mikroelektronik: Neue Förderung für Infineon, AT&S und NXP geplant >>

AT&S: Elektronik kann ein Viertel der Stromkosten senken

Unternehmen und Forschungsinstitutionen im Bereich Mikroelektronik im Süden Österreichs seien einer der international anerkannten Vorzüge des Standorts. Die Technologie werde im Zuge der Digitalisierung weiter an Bedeutung gewinnen. "Der Wettbewerb der Zukunft wird ein Wettbewerb um die grünsten Produkte und grünsten Produktionsweisen sein. Klimafreundliche Innovationen und Technologien bringen uns dabei entscheidend weiter und stärken unsere Wirtschaft und Wettbewerbsfähigkeit", so die Ministerin bei einem Besuch von AT&S.

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Bei AT&S verweist man dazu auf Produkte und Technologien der Leistungselektronik für Elektroautos oder für die Erzeugung und Übertragung von Strom in Industrieanlagen. Demnach könne Elektronik "weltweit können bis zu 25 Prozent der Kosten für elektrische Energie" einsparen, so der Elektronikkonzern.

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Konzernchef Gerstenmayer: "Wir bitten die Regierung um die Voraussetzungen"

Mikroelektronik finde sich in vielen Gegenständen des Alltags, so Gewessler. Angesichts des Klimawandels brauche es "innovative Konzepte und Technologien 'made in Austria‘, etwa bei der Entwicklung leistungsstarker Batteriespeicher. Bestehende Kooperationen sollen dafür nach den Worten der Ministern weitergeführt und gestärkt werden, etwa bei AT&S und der TU Graz.

"AT&S und die TU Graz verbindet eine traditionell enge Partnerschaft", betonte dazu Konzernchef Andreas Gerstenmayer. Die Zusammenarbeit bei der angewandten Forschung dauere bereits seit Jahrzehnte. Das Unternehmen schätze das europäische Förderinstrument der IPCEI-Programme sehr. "Wir bitten die österreichische Bundesregierung und insbesondere Frau Bundesministerin, die Voraussetzungen zu schaffen, dass kurzfristig alle Weichen für eine Umsetzung hierfür gestellt werden", so Gerstenmayer.

(red)

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