Energieindustrie

General Electric will keine Kohlekraftwerke mehr bauen

General Electric will aus dem Bau von Kohlekraftwerken aussteigen. Bisherige Verpflichtungen werden aber erfüllt, auch gibt es derzeit keinen Zeitpunkt für den Produktionsstopp von Anlagen. Ähnliche Pläne gibt es auch bei Siemens und Siemens Energy.

General Electric (GE) will aus dem Bau von Kohlekraftwerken aussteigen. Man werde sich mehr auf erneuerbare Energiequellen konzentrieren, teilte der Siemens-Rivale mit. Einen Zeitpunkt für den Produktionsstopp nannte GE nicht. Der US-Industriekonzern werde aber bestehende Verpflichtungen gegenüber den Kunden erfüllen. Das Unternehmen ließ offen, was aus der Sparte werden soll.

Das Aus für Kohlekraftwerke könne Werksschließungen und Arbeitsplatzverluste bedeuten, auch ein Verkauf sei möglich, teilte das Unternehmen mit. Zuletzt hatte GE mit dem Bau von Turbinen für Kohle- und Dampfkraftwerke noch rund eine Milliarde Dollar (850 Mio. Euro) im Jahr umgesetzt. Umsatzstärker und lukrativer sind aber die Wartungs- und Dienstleistungsverträge mit den Betreibern.

Kathy Hipple, Analystin beim Institute for Energy Economics and Financial Analysis, sagte, der Schritt werde an den Märkten positiv aufgenommen. "Der Ausstieg von GE aus kohlebefeuerten Kraftwerken - nachdem das Unternehmen hier jahrzehntelang Marktführer war - ist das Eingeständnis, dass das Wachstum im Energiesektor nicht länger in der Kohle liegt." Der Markt für Wind- und Solarkraftwerke ist allerdings hart umkämpft.

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Siemens hat den formellen Beschluss zum Ausstieg noch nicht gefasst. Vorstandschef Joe Kaeser hatte allerdings bereits im Juli angekündigt, dass er den Vorstand der Energietechnik-Sparte Siemens Energy gebeten habe, zügig einen Plan für den Ausstieg aus der Kohle vorzulegen. Aber die Energiewende werde nicht über Nacht machbar sein. Siemens Energy soll (28. September) von Siemens abgespalten und an die Frankfurter Börse gebracht werden. Kaeser wird dann Aufsichtsratschef von Siemens Energy. (reuters/apa/red)

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