Erdgas

Gazprom: Verzögerungen beim Bau von Nord Stream 2 möglich

Die umstrittene zweite russische Gasröhre unter Beteiligung der OMV soll schon Ende des heurigen Jahres betriebsbereit sein. Doch beim Bau kommt es offenbar zu Verzögerungen, so Gazprom-Chef Alexej Miller.

Der russische Staatskonzern Gazprom schließt Verzögerungen beim Bau der umstrittenen Ostseepipeline Nord Stream 2 nach Deutschland nicht aus. Sie würden aber allenfalls gering ausfallen, sagte Gazprom-Chef Alexej Miller im russischen Fernsehen.

"Selbst wenn es Probleme gibt, sollte klar sein, dass sie die Projektlaufzeiten sehr unwesentlich verzögern würden", erklärte Miller, ohne Details zu nennen. Vier Fünftel der für den Bau der Pipeline benötigten Kosten seien bereits finanziert.

Fertigstellung Ende 2019 geplant

Die Leitung soll Ende des Jahres betriebsbereit sein. Durch die Rohre parallel zur Pipeline Nord Stream 1 sollen jährlich bis zu 55 Mrd. Kubikmeter russisches Gas nach Deutschland kommen.

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Die USA und viele EU-Staaten kritisieren den Bau, weil sie eine zu große Abhängigkeit von russischem Gas befürchten. Die EU-Kommission zeigte sich zuletzt offen für Gespräche mit dem Betreiber der Ostseepipeline. Es geht um neue EU-Regeln, die den Betrieb der neuen Pipeline von Russland nach Deutschland schwieriger machen könnten. (dpa/apa/red)

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