Logistik

Fraunhofer Austria und TU Wien: Digitale Simulationen für Logistik in Krisenzeiten

In den kommenden Wochen bauen Forscher von Fraunhofer Austria und der TU Wien ein System auf, das den Transport und die Handelsströme in Österreich digital simuliert. Ziel ist es, den Krisenstab der Regierung zu unterstützen.

Eine Simulation der Transport- und Handelsströme in Österreich - ähnlich epidemiologischen Modellrechnungen - wollen Forscher von Fraunhofer Austria und der Technischen Universität (TU) Wien aufbauen. Damit könnten sie dem staatlichen Krisenstab in einigen Wochen wichtige Informationen zur Sicherheit der Grundversorgung in der Coronakrise liefern, wie es hieß.

Ein standardisierter Datenpool mit Daten der Logistiker und Lieferketten

Im Rahmen des Projekts "PRognosemodellE zur SIcherung der DaseinsvorsorgE" (PRESIDE) geht es den Forschern darum, "verschiedene Handelsunternehmen zu kontaktieren und in den Wochen darauf einen standardisierten Datenpool" zu erstellen. Gleichzeitig arbeiten Partner an den mathematischen Optimierungsmodellen. Schlussendlich sollen dann alle Informationen zu den Lieferketten, über die Waren in Geschäfte gelangen, sowie Daten über Warenmengen und Lagerkapazitäten gebündelt werden.

INDUSTRIEMAGAZIN:
Im Effizienz-Olymp: Die Highlights von der Fabrikkonferenz 2019 >>
10 Jahre Fraunhofer Austria: "Wir haben den längeren Atem" >>

White Paper zum Thema

"Risiken in den Lieferketten erkennen"

"Erst Berechnungen und Simulationen der Lieferketten versetzen uns in die Lage, Risiken in der Logistik zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Sicherung der Grundversorgung abzuleiten", so Fraunhofer Austria-Geschäftsführer Wilfried Sihn. So ließen sich dann etwa die Auswirkungen von Grenzschließungen, der Wegfallen von Arbeitskräften oder auch erhöhte Nachfragen bei gewissen Produkten vorwegnehmen. Bis dahin müssten allerdings die auf sehr unterschiedliche Weise vorliegenden Daten von Handels- und Logistikunternehmen verfügbar und verwertbar gemacht werden, heißt es. (apa/red)

JETZT NEU - Corona Economy:
Der neue Nachrichten-Echtzeit-Dienst von INDUSTRIEMAGAZIN. Registrieren Sie sich hier >>

INDUSTRIEMAGAZIN Service:

COVID-19: Was Unternehmer jetzt wissen müssen >>     

Notfallfonds: WKÖ erwartet Geld für Betriebe ab Mitte April >>

Anträge für den Härtefallfonds einreichen >>

Rechtliche Fragen:

COVID-19: Service für Unternehmen >>

Rechtliche Fragen: Höhere Gewalt, Arbeitsrecht und Versicherungsschutz >>