Autozulieferer

Faurecia zahlt über eine Milliarde Euro für Navi-Hersteller Clarion

Der französische Konkurrent von Bosch und Continental bietet rund 1,1 Mrd. Euro für Clarion, einen Hersteller von Navigationssystemen aus Japan. Verkäufer ist der japanische Industriekonzern Hitachi.

Faurecia will dem deutschen Zulieferriesen Bosch (hier im Bild ein System für autonomes Fahren) in Zukunft noch stärker Konkurrenz machen.

Der französische Autozulieferer Faurecia will Hitachi den japanischen Hersteller von Navigationssystemen Clarion abkaufen. Der Konkurrent der großen deutschen Zulieferer Bosch und Continental legt dafür umgerechnet rund 1,1 Mrd. Euro auf den Tisch.

Neuer milliardenschwerer Akteur

Die Kombination der Produkte und die sich ergänzende geografische Präsenz schüfen für beide Seiten erheblichen Mehrwert, erklärte Faurecia-Chef Patrick Koller. Die Übernahme soll zu einem Umsatzanstieg von Faurecia bis 2020 auf mehr als 21 Mrd. Euro beitragen. Für heuer hat sich der Zulieferer ein Umsatzplus von sieben Prozent auf rund 18 Mrd. Euro vorgenommen.

Faurecia gehört zu 46 Prozent zum Opel-Konzern PSA

Der französische Konzern, der zu 46 Prozent dem Peugeot- und Opel-Hersteller PSA gehört, plant den Aufbau eines Tochterunternehmens in Japan. Die Faurecia Clarion Electronics Systems soll bis 2022 knapp 9.200 Mitarbeiter beschäftigen und mehr als 2 Mrd. Euro Erlös erzielen. (reuters/apa/red)

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