Luftfahrtindustrie

FACC: Millionenverlust nach Kündigungen

Der oberösterreichische Luftfahrtzulieferer verbucht nach den Kündigungen des Vorjahres und starken Einbrüchen der Branche einen Umsatzeinbruch. Für heuer erwartet FACC einen Jahresumsatz von einer halben Milliarde Euro sowie ein stabiles Betriebsergebnis.

Der oberösterreichische Flugzeugausrüster FACC hat im Coronajahr 2020 einen deutlichen Umsatz- und Ergebniseinbruch erlitten. Bei einem Umsatz von 526,9 Mio. Euro stand laut vorläufigen Zahlen unterm Strich ein Verlust von 74,4 Mio. Euro - darin seien aber negative Einmaleffekte in Höhe von 47,6 Mio. Euro enthalten, teilte das Unternehmen mit. Davon seien rund 12 Mio. Euro Aufwendungen für den Personalabbau im vierten Quartal. Die Zahlen haben sich bereits abgezeichnet: FACC erwartet im Geschäftsjahr bis zu 75 Millionen Euro Verlust >>

Der deutliche Umsatzrückgang basiere auf negativen Anpassungen von Bauraten bei allen für FACC wesentlichen Flugzeugprogrammen, hieß es seitens des Unternehmens. Während die Umsätze vor allem in den Monaten Juli und August von reduzierten Abrufen der Kunden geprägt gewesen seien, habe es ab September eine positive Dynamik gegeben, die im vierten Quartal zu gleichmäßigeren Monatsumsätzen geführt habe. Die Nettofinanzverbindlichkeiten betrugen zum 31.12.2020 rund 232 Mio. Euro. Dazu: FACC bekommt Zusagen für langfristige Kredite >>

Für heuer wieder eine Stabilisierung erwartet

Unter der Annahme, dass es im Verlauf des Geschäftsjahres 2021 zu einer Stabilisierung der Luftfahrtindustrie kommt und auf Basis der aktuell vorliegenden Informationen zu den für FACC wesentlichen Flugzeugprogrammen sowie der kurz- und mittelfristigen Bauraten rechnet FACC für heuer mit rund 500 Mio. Euro Umsatz. Die Kosten sollen weiter reduziert und im Gesamtjahr ein ausgeglichenes Betriebsergebnis (EBIT) erreicht werden - wobei ein stabil positives Ergebnis erst im letzten Quartal erwartet wird. Die endgültigen Ergebniszahlen und einen umfassenden Ausblick auf das Geschäftsjahr 2021 will FACC am 24. März veröffentlichen. (apa/red)

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