Biotechnologie

Erber Group verkauft - Erich Erber macht nun in Singapur weiter

Der Niederösterreicher Erich Erber hat eine global tätige Firmengruppe für Lebensmittelsicherheit und Futtermittelsicherheit aufgebaut und diese heuer um knapp eine Milliarde Euro verkauft. Jetzt macht Erber mit einer neuen Firma in Singapur weiter - die zuvor Teil der Erber Gruppe war.

Vor kurzem hat Erich Erber den Großteil seiner Firmengruppe Erber Group um eine knappe Milliarde Euro verkauft. Er macht aber mit der SAN-Group von Singapur aus weiter. Den Kern des neuen Unternehmens bilden zwei Firmen, die er vor dem Verkauf aus der Erber-Group herausgelöst hatte. "Die SAN-Group fokussiert sich auf Tier- und Pflanzengesundheit, um weltweit eine nachhaltige Lebensmittelproduktion sicherzustellen", erzählte Erber der "Wiener Zeitung".

Der Niederösterreicher hatte eine global tätige Firmengruppe für Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit aufgebaut und diese heuer um 980 Mio. Euro an die niederländischen Chemiekonzern Royal DSM verkauft. Dabei hatte er sich aber zwei Firmen behalten, die Sanphar, die sich mit veterinärmedizinischen Produkten und Services beschäftigt sowie Bio-ferm mit biotechnologischem Pflanzenschutz.

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Er habe seit 22 Jahren seinen Lebensmittelpunkt in Singapur und die SAN sei ohnehin in Singapur angesiedelt gewesen, begründet Erber, Jahrgang 1953, den Standort seines neuen Geschäfts. Aber die SAN-Group sei eher ein Welt-Unternehmen und er ein Weltbürger. Es gebe Niederlassungen auf vier Kontinenten. Gemeinsam mit der österreichischen Bau- und Immobilienfirma SAN Real, der in Singapur ansässigen SAN Pacific Investments und der erst kürzlich erworbenen US-amerikanischen Pflanzenschutz- und Düngemittelfirma Westbridge umfasse die SAN-Group rund 200 Mitarbeiter auf vier Kontinenten und erwirtschafte aktuell 50 Millionen Euro Umsatz.

SAN Pacific Investments investiere seit vielen Jahren als Private-Equity-Partner in zukunftsträchtige Unternehmen, so zum Beispiel in ein Singapur-Start-up, das derzeit im Rennen um die Registrierung eines Covid-Impfstoffes ist. Die Integration der neu erworbenen US-Firma Westbridge wiederum sei schwierig, weil es kaum möglich sei, hinzureisen. (apa/red)