Außenhandel

DIHK: Handelskonflikt USA-China trifft deutsche Wirtschaft hart

Für Firmen entstehe ein "beispielloser finanzieller und bürokratischer Aufwand, der das globale Geschäft für deutsche Unternehmen immer schwieriger" mache, heißt es beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag.

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China trifft die deutsche Wirtschaft nach Einschätzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hart. Für Firmen entstehe ein "beispielloser finanzieller und bürokratischer Aufwand, der das globale Geschäft für deutsche Unternehmen immer schwieriger" mache, erklärte DIHK-Präsident Eric Schweitzer gegenüber der "Welt".

Der Handelskrieg verderbe den deutschen Unternehmen das Exportgeschäft. "Im laufenden Jahr werden wir kaum noch über die Nulllinie beim Exportwachstum kommen, sodass wir gegenüber dem ohnehin schon schwachen Vorjahr für mehr als 30 Mrd. Euro weniger Exportwachstum haben", sagte Schweitzer.

Gleichzeitig bereitet der nahende EU-Austritt Großbritanniens deutschen Unternehmen immer stärkere Sorgen. Würde der Brexit ohne einen geordneten Übergang abgewickelt, "könnte über Nacht ein zollrechtliches Verhältnis zum Vereinigten Königreich entstehen wie zu Kambodscha oder der Mongolei", warnte Schweitzer.

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In der Rangfolge der wichtigsten Handelspartner ist das Vereinigte Königreich den Angaben zufolge im ersten Halbjahr 2019 mit einem Volumen von 59 Mrd. Euro auf Platz sieben hinter Polen zurückgefallen. Während die deutschen Ausfuhren nach Großbritannien im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum noch um sechs Prozent stiegen, folgte im zweiten Quartal ein Einbruch um 15 Prozent. (afp/apa/red)