Rüstungsindustrie

Diehl auch 2021 mit roten Zahlen

Die Krise in der Luftfahrt infolge der Coronapandemie macht dem deutschen Rüstungskonzern Diehl weiter schwer zu schaffen. Das Stiftungsunternehmen mit Sitz in Nürnberg rechnet auch für heuer operativ mit roten Zahlen.

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2020 war der Umsatz von Diehl um 18 Prozent auf 2,98 Mrd. Euro eingebrochen. Für das Minus war die Flugzeug-Zuliefersparte, in der der Umsatz um 41 Prozent schrumpfte, fast allein verantwortlich. Für die Sparte sei es das schlechteste Jahr ihrer Geschichte gewesen, die Rüstungssparte habe dagegen ihr zweitbestes Jahr hinter sich. Vor Zinsen und Steuern (Ebit) fiel ein Verlust von 132,1 (2019: Gewinn 121,4) Mio. Euro an. Der Nettoverlust lag sogar bei 172,1 (plus 14,5) Mio. Euro.

Für das laufende Jahr prophezeit Diehl bei stagnierenden Umsätzen erneut einen Verlust, der aber deutlich geringer ausfallen soll. Bereits im November hatte das Unternehmen den Abbau von bis zu 1.400 der 5.300 Arbeitsplätze in der Flugzeugsparte angekündigt - "damit auch dieser Bereich wieder eine Zukunft hat", wie es im Geschäftsbericht hieß. Denn mit einer Rückkehr auf das alte Umsatzniveau sei auf Jahre hinaus nicht zu rechnen. Bereits im vergangenen Jahr war die Mitarbeiterzahl im Konzern um knapp 700 auf 16.900 geschrumpft, 400 Stellen fielen allein in der Luftfahrtsparte weg. (apa)

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