Wirtschaftspolitik

Deutschland und Frankreich planen weitere Industrie-Allianzen

Bei Batteriezellen und Halbleitern gibt es bereits große Industrieallianzen in der EU. Nun planen Deutschland und Frankreich weitere Kooperationen auf europäischer Ebene, etwa bei Biokraftstoffen für die Luftfahrt sowie beim Aufbau einer kohlenstoffarmen Industrie.

Deutschland und Frankreich wollen weitere Industrie-Allianzen auf europäischer Ebene fördern. Geplant seien Zusammenarbeiten in den Bereichen Luftfahrt-Biokraftstoffe sowie einer kohlenstoffarmen Industrie, heißt es in einem Papier der beiden Länder zur aktualisierten europäischen Industriestrategie. Dazu hätten beide Staaten beraten, teilte das deutsche Wirtschaftsministerium in Berlin mit.

Solche Industrie-Allianzen seien eine vielversprechende Möglichkeit, Technologien auszubauen und Wettbewerbsvorteile zu erlangen. Bei Batteriezellen und Halbleitern gibt es bereits milliardenschwere europäische Förderprojekte. Für Industrie-Allianzen in diesen Bereichen gelten weniger scharfe Vorgaben zu Staatshilfen, weil sie von strategischer Bedeutung für Europa sind.

Kooperationen auch bei Cloud-Technologien und Wasserstoff

Regierungen können also Investitionen von Unternehmen mit hohen Beträgen subventionieren. Dadurch soll der Rückstand gegenüber Anbietern aus Asien und den USA aufgeholt werden. Auch im Cloud Computing und bei Wasserstoffen gibt es eine Zusammenarbeit auf europäischer Ebene.

White Paper zum Thema

"Jetzt ist der Moment, alle Schalthebel der Industriepolitik zu betätigen, um so aktiv die grüne und digitale Transformation voranzubringen", erklärte der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Dafür sollten auch Mittel aus dem Corona-Wiederaufbaufonds der EU genutzt werden. (reuters/apa/red)