Mineralölindustrie

BP: Das Zeitalter einer steigenden Ölnachfrage ist vorbei

Wahrscheinlich nie wieder wird die Nachfrage nach Öl wieder steigen, so die spektakuläre Ansage des britischen Mineralölmultis BP - die erste dieser Art unter den "Big Oil"-Konzernen. Nun will BP viel Geld in Erneuerbare pumpen und so den Umstieg schaffen. Inwieweit das aber ausgerechnet diesem Konzern gelingt, bleibt abzuwarten.

Als erster Branchengigant hat der Ölkonzern BP das Zeitalter der unablässig steigenden Ölnachfrage für beendet erklärt. Der Verbrauch werde vielleicht nie wieder auf das Niveau zurückkehren, das er vor dem Ausbruch der Coronakrise erreicht hatte, hieß es im "Energie Ausblick 2020" von BP.

Unter "Big Oil" steht BP bisher alleine da

Mit dieser Einschätzung steht der Konzern Beobachtern zufolge bisher noch weitgehend alleine da. Selbst die optimistischste Schätzung für die nächsten zwei Jahrzehnte sieht die Nachfrageentwicklung laut Unternehmensangaben "weitgehend stagnierend", da die Welt sich im Zuge der Energiewende immer mehr von fossilen Brennstoffen verabschiede.

Aufbau des Geschäfts mit Erneuerbaren

BP-Vorstandschef Bernard Looney hatte bereits im August angekündigt, fünf Milliarden US-Dollar jährlich in den Aufbau des Geschäfts mit erneuerbaren Energien zu investieren und die Öl- und Gasproduktion in den nächsten zehn Jahren um 40 Prozent zu senken.

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Die neue Unternehmensstrategie sieht zudem vor, den Netto-Kohlendioxid-Ausstoß des Konzerns bis spätestens 2050 auf null zu senken. Zur Erinnerung: BP ist mit der gigantischen Katastrophe "Deepwater Horizon" in die Geschichte eingegangen. (dpa/apa/red)

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