Motorradhersteller

BMW hält nichts von selbstfahrenden Motorrädern

"Freude am Fahren" ist einer der Werbeclaims des bayerischen Herstellers. Die Frage, wie viel Freude noch bleibt, wenn ein Motorrad ganz von allein fahren will, beantwortet BMW-Vorstand Schwarzenbauer recht eindeutig.

Mit selbstfahrenden Autos wollen Hersteller in wenigen Jahren die Straßen erobern - von selbstfahrenden Motorrädern hingegen hält BMW-Vorstandsmitglied Peter Schwarzenbauer nicht viel. "Das kann ich mir ehrlich gesagt ganz schwer vorstellen", sagte Schwarzenbauer der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. "Da muss man ja auch irgendwann die Frage stellen, warum man denn überhaupt ein Motorrad hat."

Yamaha will selbstfahrendes Motorrad bauen

Der japanische Hersteller Yamaha hatte kürzlich gegenüber der "Financial Times" angekündigt, in die Entwicklung selbstfahrender Maschinen zu investieren. In der Autoindustrie gehört das Autonome Fahren derzeit zu den wichtigsten Branchentrends. Das Ziel bei Yamaha sei zwar kein komplett fahrerloses Motorrad, hatte das Blatt berichtet. Im Zweifel wolle Yamaha aber nicht von Konkurrenten abgehängt werden.

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BMW-Manager: "Da komme ich gedanklich nicht hin"

Schwarzenbauer, der bei BMW unter anderem die Motorradsparte leitet, hält dieses Szenario für unrealistisch: "Ich kann mir ja viel vorstellen im Leben, aber autonomes Fahren beim Motorrad, da komme ich gedanklich nicht hin." Einzelne Elemente des autonomen Fahrens, die Motorräder sicher machen könnten, begrüße er dagegen eindeutig. (APA/dpa/red)