Gummiindustrie

Beste Geschäfte bei Semperit - Aktienkurs stark steigend

Der heimische Gummiverarbeiter Semperit macht trotz Coronakrise weiter gute Geschäfte und will seine Medizinsparte länger behalten als geplant - sie aber später trotzdem abstoßen. An der Wiener Börse verzeichnet der Aktienkurs von Semperit einen Sprung nach oben.

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Die Semperit-Gruppe ist vor allem dank ihrer Medizinsparte eine jener Firmen, die von der Coronakrise profitiert. Nach Juli hat das börsennotierte Unternehmen am heutigen Freitag seine Jahresprognose ein weiteres Mal nach oben geschraubt.

Wegen der starken Ergebnisbeiträge des Handschuhgeschäft in Pandemiezeiten wird Semperit die Medizinsparte voraussichtlich noch mindestens neun Monate weiterführen, bevor es wieder aktiv an die fixierten Trennung vom Medizingeschäft geht. Die im Jänner beschlossene strategische Grundsatzentscheidung über eine Transformation der Semperit-Gruppe zum Industriegummispezialisten ist weiter aufrecht.

Medizinsparte soll noch neun Monate weitergeführt werden

"Neben den auf absehbare Zeit positiven Effekten aus dem Medizingeschäft hat sich mittlerweile auch der Sektor Industrie gegenüber früheren Annahmen über die Auswirkungen der globalen Rezession und die Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie leicht erholt", hieß es.

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"Vor diesem Hintergrund ist auf Basis aktueller Zahlen davon auszugehen, dass das EBITDA der Semperit-Gruppe auf Gesamtjahres-Sicht bei 165,0 bis 200,0 Mio. Euro und damit noch deutlicher über dem Wert des Vorjahres (2019: 67,8 Mio. Euro) liegen wird, als im Juli angenommen." Das Betriebsergebnis (EBIT) werde demnach fürs Gesamtjahr 2020 zwischen 195 und 230 Mio. Euro (Prognose im Juli 2020: EUR 110,0 bis 160,0 Mio.; EBIT 2019: EUR −16,5 Mio.) angesiedelt sein. Die neue Ergebnisprognose ist aber von der weiteren Entwicklung des Preisniveaus für medizinische Schutzhandschuhe und einer ausreichenden Verfügbarkeit von Rohstoffen für deren Produktion abhängig.

Aktienkurs klettert bis zu 13 Prozent nach oben

Eine weitere Anhebung der Ergebnisprognose für 2020 hat die Aktien des Wiener Kautschukverarbeiters Semperit am Freitag nach oben schnellen lassen. Die Papiere sprangen an der Wiener Börse zwischenzeitlich um fast 13 Prozent bis auf 18,32 Euro nach oben.

Wegen der starken Ergebnisbeiträge des Handschuhgeschäft in Pandemiezeiten wird Semperit die Medizinsparte voraussichtlich auch noch mindestens neun Monate weiterführen, bevor es wieder aktiv an die fixierten Trennung vom Medizingeschäft geht. Die im Jänner beschlossene strategische Grundsatzentscheidung über eine Transformation der Semperit-Gruppe zum Industriegummispezialisten ist weiter aufrecht. (apa/red)