Wirtschaftspolitik

Berlin will Streit um Lieferkettengesetz im Jänner lösen

Die deutsche Bundesregierung will ihren Streit über ein Lieferkettengesetz gegen Kinderarbeit und Hungerlöhne bei ausländischen Zulieferern im Jänner lösen, so Arbeitsminister Hubertus Heil.

Die deutsche Bundesregierung will ihren Streit über ein Lieferkettengesetz gegen Kinderarbeit und Hungerlöhne bei ausländischen Zulieferern im Jänner lösen. "Wir werden das Thema Lieferkettengesetz jetzt direkt im Januar in einem Gespräch mit Vizekanzler Olaf Scholz und der Bundeskanzlerin verhandeln und hoffentlich auch klären", kündigte Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) am Donnerstag in Berlin an.

Während Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) und Heil das Vorhaben vorantreiben wollen, befürchten Wirtschaftsminister Peter Altmaier und Kanzlerin Angela Merkel (beide CDU) eine zu starke Belastung der Wirtschaft. Heil bekräftigte nun, er wolle ein wirksames Gesetz. "Ich muss feststellen, dass das bisher trotz einiger Fortschritte mit dem Kollegen Altmaier nicht zu erreichen war." Noch gebe es aber die Chance, in dieser Legislaturperiode so ein Gesetz zu beschließen.

Damit sollen deutsche Unternehmen verpflichtet werden, bei ausländischen Lieferanten die Einhaltung sozialer und ökologischer Mindeststandards zu garantieren. Das Vorhaben liegt jedoch seit Monaten auf Eis. Hauptstreitpunkt in der großen Koalition ist dem Vernehmen nach eine mögliche zivilrechtliche Haftung der Firmen. (dpa/apa/red)