Bahnindustrie

Bei Alstom brechen die Auftragseingänge ein

Der französische Zughersteller Alstom hat im Frühjahr deutlich weniger Aufträge erhalten als im Vorjahreszeitraum. Das laufende Geschäftsjahr sei nach einer Boomphase "eine Verschnaufpause", so der Hersteller.

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Der französische Zughersteller Alstom hat im Frühjahr deutlich weniger Aufträge erhalten als im Vorjahreszeitraum. Der Auftragseingang brach im ersten Quartal 2019/20 (April bis Juni) um knapp 40 Prozent auf 1,6 Mrd. Euro ein, wie der Konzern in Paris mitteilte.

Im vergangenen Jahr hatte Alstom von einem Großauftrag aus Kanada profitiert. Der Umsatz nahm um 2 Prozent auf knapp 2,1 Mrd. Euro zu, hieß es weiter.

Die Franzosen hatten eigentlich mit dem Zuggeschäft von Siemens fusionieren wollen, scheiterten aber an den Bedenken der europäischen Wettbewerbsbehörde. Mehr dazu: Siemens-Alstom-Fusion scheitert nun offiziell >>

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Das laufende Geschäftsjahr sieht der Konzern als Verschnaufpause nach einem starken Wachstum im Vorjahr. "Das Geschäftsjahr 2019/20 wird ein Jahr der Stabilisierung des Wachstums, nachdem die Umsätze und die Profitabilität 2018/19 außergewöhnlich stark gestiegen waren", hieß es in einer Pressemitteilung.

Bis 2022/23 strebt Alstom eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von rund 5 Prozent sowie eine bereinigte operative Marge (Ebit) von etwa 9 Prozent an. Zudem will Alstom 25 bis 30 Prozent seines Gewinns als Dividende ausschütten. (dpa/reuters/apa/red)

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