Konjunktur

Bank Austria: Heimische Industrie setzt ihre Erholung fort

Laut Einkaufsmanagerindex der Bank Austria hat die heimische Industrie ihre leichte Erholung im dritten Quartal weiter fortgesetzt. Die Nachfrage aus dem Ausland steigt, der Abbau von Arbeitsplätzen hat sich verlangsamt.

Die leichte Erholung der österreichischen Industrie von der Coronakrise hat sich zu Beginn des dritten Quartals dank gestiegener Auslandsnachfrage fortgesetzt. Der Jobabbau geht seit nunmehr einem halben Jahr weiter, aber hat sich zuletzt deutlich verlangsamt, berichtete die Bank Austria am Montag. Der Einkaufsmanagerindex des Geldhauses stieg im September auf 51,7 Punkte und übertraf damit den dritten Monat in Folge die Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

Der Beschäftigungsindex stieg im September auf 49,1 Punkte, das war der höchste Wert seit Ausbruch der Coronakrise. Am schlechtesten war es um die Industriejobs im Lockdown-Monat April bestellt gewesen, da betrug der entsprechende Index nur 33,3 Punkte. In den kommenden Monaten ist laut Bank-Austria-Ökonom Walter Pudschedl in einigen Industriebranchen trotz der eingesetzten Erholung mit einem weiteren Stellenabbau zu rechnen. Die Kapazitätsauslastung der heimischen Industrie liege derzeit um fast zehn Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt, der Beschäftigtenstand sei bisher - aufgrund der Kurzarbeitsmaßnahmen - aber nur um rund 1,5 Prozent gesunken.

Im September haben die heimischen Produktionsbetriebe vom Aufwind der deutschen Industrie profitiert, die Auslandsaufträge sind so stark angestiegen wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr. "Die heimische Industrie hat die Rezession mittlerweile klar überwunden. Die Rückkehr zu alter wirtschaftlicher Stärke wird angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen zwar längere Zeit in Anspruch nehmen, doch zumindest mittelfristig sind die österreichischen Betriebe zuversichtlich", so Bank-Autsria-Chefökonom Stefan Bruckbauer. (apa/red)