Elektroindustrie

Autozulieferer Leoni warnt vor Problemen auch im kommenden Jahr

Der deutsche Autozulieferer und Kabelspezialist Leoni berichtet über ein volatiles Marktumfeld - aber auch interne Schwierigkeiten. Der neue Konzernchef Aldo Kamper will nun die Profitabilität des Herstellers steigern.

Der deutsche Autozulieferer und Kabelspezialist Leoni ist angesichts der aktuellen Probleme in der Autoindustrie auch für das kommende Jahr vorsichtig. "Das schwache dritte Quartal 2018 hat uns mit Blick auf das volatile Marktumfeld, aber auch in Bezug auf unsere eigene Leistung vor Herausforderungen gestellt, die uns voraussichtlich über das Kalenderjahr hinaus begleiten werden".

Dies sagte der seit 1. September amtierende Vorstandschef Aldo Kamper in Nürnberg. "Daher ist es umso wichtiger, jetzt entschlossen zu handeln." Der neue Chef hat ein Sparprogramm auf den Weg gebracht und will so die Profitabilität und den Zufluss freier Geldmittel stärken.

Vor gut drei Wochen hatte Leoni die Prognosen senken müssen, weil die Automärkte in China derzeit schwächeln und die europäischen Hersteller mit der Umstellung auf den neuen Abgas- und Verbrauchsprüfstandard WLTP Probleme haben.

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Das Nettoergebnis fiel im dritten Quartal trotz geringerer Steuerlast um 13,2 Prozent auf 23 Mio. Euro. Der Umsatz war wie bereits bekannt zwar um 1,5 Prozent auf 1,21 Mrd. Euro gestiegen, aber vornehmlich wegen höherer Kupferpreise.

Preissteigerungen beim wichtigen Rohstoff gibt Leoni zum großen Teil an die Kunden weiter. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern ging um 18,5 Prozent auf 39 Mio. Euro zurück. (dpa-AFX/APA/red)

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