Handelsabkommen

Autozölle als Stolperstein in US-japanischen Handelsgesprächen

Bei den Verhandlungen zwischen den USA und Japan über einen bilateralen Handelsvertrag war wieder ein Thema der große Hemmschuh: Nämlich mögliche US-Zölle auf Autoimporte.

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Die Verhandlungen zwischen den USA und Japan über einen bilateralen Handelsvertrag sind wegen umstrittener US-Zölle auf Autoimporte ins Stocken geraten. Die Japaner verlangten Zusicherungen der USA, dass keine Schutzzölle auf japanische Kfz und Autoteile erhoben werden, berichteten mehrere mit den Gesprächen vertraute Personen.

Ursprünglich sollte der Handelsvertrag am Rande der UN-Generalversammlung diese Woche in New York von US-Präsident Donald Trump und dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe unterzeichnet werden. Kern des Vertrags ist die weitere Öffnung des japanischen Marktes für US-Agrargüter und Kürzungen der Zölle beider Länder auf industrielle Produkte.

Erwartet wird, dass der geplante Vertrag die bisherigen Regelungen für Auto-Importe nicht ändern wird. Damit besteht die Möglichkeit, dass Trump die Drohung eines Schutzzolls auf Kfz-Einführungen um 25 Prozent umsetzt. Die Importe japanischer Fahrzeuge ist die größte Ursache des über 67 Milliarden Dollar (60,99 Mrd. Euro) umfassenden US-Defizits in der bilateralen Handelsbilanz. Die "New York Times" berichtete, Japan verlange eine Klausel in dem Handelsvertrag, nach dem alle Privilegien für US-Exporte nach Japan gestrichen werden, sollten die Autozölle erhöht werden. (apa/Reuters)

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