Oberösterreich

Auftragseingänge bei Schwarzmüller im Juni deutlich gestiegen

Der oberösterreichische Fahrzeugbauer hat zum ersten Mal seit Ausbruch der Coronakrise wieder "eine vernünftige Anzahl von Aufträgen zu verbuchen", so Konzernchef Hartwig. Die Kurzarbeit soll aber bis Ende September bleiben und die Stammbelegschaft gehalten werden.

Der oö. Fahrzeugbauer Schwarzmüller mit Zentrale in Freinberg (Bezirk Schärding) wird die Kurzarbeit bis Ende September verlängern. Nachdem im ersten Halbjahr 2020 coronabedingt statt 5.238 nur 4.630 Fahrzeuge die Werke verlassen haben, stimmten der Auftragszahlen für Juni CEO Roland Hartwig vorsichtig optimistisch. Ein Jahresumsatz von 360 Mio. Euro sei ohne weitere Einbrüche realistisch.

Der kalkulierte Umsatz in nahezu der gleichen Höhe wie im Vorjahr (364. Mio. Euro) werde vor allem durch den Beitrag des im Februar übernommenen Tochterunternehmens Hüffermann Transportsysteme möglich, hieß es in den Pressunterlagen zur Halbjahresbilanz. Zudem habe das Unternehmen erstmals seit Februar "im Juni wieder eine vernünftige Anzahl von Aufträgen zu verbuchen", meinte Hartwig. Wenn dieses Niveau gehalten werde, sei eine Rückkehr zur Normalarbeitszeit möglich, stellte der CEO für den Herbst in Aussicht. Ziel sei es, die Stammbelegschaft zu halten. Bisher seien Leasingkräfte abgebaut und frei gewordene Stellen nicht nachbesetzt worden. Der Personalstand wurde dadurch von 2.290 (Stand: 2018) auf 2.150 reduziert.

"Die Entscheidung über das Geschäftsjahr 2020 fällt im laufenden dritten Quartal", nachdem der Auftragspolster aus 2019 inzwischen aufgebraucht sei, stellte Hartwig aber klar. Große Hoffnung setze er dabei auf umweltfreundlichere, "komplett überarbeitete Leichtbaufahrzeuge für den Fernverkehr", die Schwarzmüller im Herbst auf den Markt bringen will.

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Die Schwarzmüller-Gruppe ist nach eigenen Angaben einer der größten europäischen Komplettanbieter für gezogene Nutzfahrzeuge. Sie betreibt drei Produktionswerke - in Freinberg, in Zebrak in Tschechien und in Dunaharaszti bei Budapest - und ist in 21 Ländern überwiegend in Zentral-, Südost- und Osteuropa präsent. (apa/red)