Maschinenbau

„Auf Anhieb in der Zieltoleranz“

In Ennsdorf produziert die heimische Tochter des Maschinenbauers Salvagnini stark automatisierte Biegemaschinen für die Losgröße-Eins-Fertigung. Für Expansionsschritte im Aufschwung ist vorgesorgt.

Salvagnini Biegemaschinenbau Maschinenbau Daniel Müller

„Der nächste Erweiterungsschritt wird hoffentlich in ein paar Jahren nach der Pandemie stattfinden.“
Daniel Müller, CFO Salvagnini Maschinenbau

Ausschussfrei Dünnblech in Losgröße Eins zu biegen: Das ist die Kunst von Maschinen aus Ennsdorf, die der italienische Maschinenhersteller Salvagnini in der niederösterreichischen Gemeinde produziert. Die Maschinen sind ein Innovationsträger, auch dank der automatisierten Materialerkennung: „Schon bei der ersten Verformung des Blechs werden die Parameter vollständig angepasst, und mit dem ersten Werkstück ist man auf Anhieb in der Zieltoleranz“, erzählt Daniel Müller, der CFO des Unternehmens mit rund 400 Mitarbeitern.

Bauboom bringt Auslastung

Führende Aufzugshersteller zählen etwa zu den Abnehmern von Maschinen aus der beschaulichen 3.000-Seelen-Gemeinde, das ist auch jetzt von Vorteil: „Die baunahen Industrien hat es weit weniger schlimm getroffen als viele andere Branchen“, sagt Müller, der – wie einige andere Finanzchefs – in den ersten Monaten der Pandemie ein Augenmerk auf das Liquiditätsmanagement zu legen hatte. 2018 wurden die Produktionskapazitäten um 15 Prozent erweitert. Dass der Ausbruch der Pandemie im Frühjahr ziemlich genau mit einem weiteren Ausbauprojekt – dem Erwerb eines Grundstücks für rund 20 Prozent zusätzliche Produktionsfläche – zusammenfiel, war so am Standort natürlich nicht geplant. Mittelfristig vorgesorgt zu haben, kann in Ennsdorf – man ist das Kompetenzzentrum für die automatisierte Blechbearbeitung des Konzerns – genießt folglich einen tadellosen Ruf – gut verwunden werden. „Der Erweiterungsschritt wird hoffentlich in ein paar Jahren nach Corona stattfinden“, so Müller.