Automobilindustrie

Audi: Entwicklung von Hochleistungsakkus ausgebaut

Warum gerade der Standort in Baden-Württemberg zu einem Kompetenzzentrum für Hochvoltbatterien werden soll.

Audi konzentriert die Entwicklung von Hochvoltbatterien für E-Autos in Neckarsulm. Der Standort in Baden-Württemberg solle zu einem Kompetenzzentrum für diese Technologie gemacht und schrittweise ausgebaut werden, teilte die Ingolstädter VW-Tochter am Mittwoch mit. Dafür würden bereits Mitarbeiter qualifiziert.

Der Betriebsrat bezeichnete die Entscheidung als ersten Schritt, um den Entwicklern eine Perspektive für die Zeit nach dem Auslaufen des Verbrennungsmotors zu geben.

Vergangene Woche hatte Betriebsratschef Rolf Klotz kritisiert, das dortige Montagewerk habe noch keine Zusage für ein volumenstarkes E-Automodell ab Mitte des Jahrzehnts.

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In Neckarsulm entwickelt Audi bereits Akkus für Plug-in-Hybride, die beide Techniken kombinieren. Bis 2023 soll dort auch ein Prüfzentrum für neuentwickelte Hochvoltspeicher entstehen. Die Entwicklung in Ingolstadt bleibe davon unberührt, werde aber nicht ausgebaut.

Audi will 2026 das letzte Sprit-Modell auf den Markt bringen. Die Produktion von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor soll bis 2033 nach und nach auslaufen. Seine Batteriezellen bezieht Volkswagen von großen asiatischen Zulieferern, will aber auf eine eigene Fertigung umstellen. VW plant eine Einheitszelle, die ab 2025 konzernweit eingesetzt werden soll und von der sich Europas größter Autobauer deutliche Kostensenkungen verspricht. Bis zum Ende des Jahrzehnts will Volkswagen alleine in Europa sechs Akku-Fabriken hochziehen, um den Bedarf für die rasch steigende Zahl an E-Autos zu decken. Daneben soll es für einige Modelle von Audi und Porsche auch eigene Batterien geben. (apa)