Atomkraft

Tschechiens Premier Babis: Wieder ein lautes "Ja" zur Atomkraft

AKW Atom Atomkraft Atomkraftwerk Endesa Asco
© Endesa

Der tschechische Regierungschef Andrej Babis hält die Pläne für den Ausbau der Atomenergie-Industrie seines Landes für so wichtig, dass er sie auch in seiner Neujahrsansprache erwähnt hat. In der Rede, die vom öffentlich-rechtlichen Tschechischen Fernsehen ausgestrahlt wurde, sagte er, die Energiesicherheit sei für sein Land eine "prinzipielle Frage".

"Ob es unseren südlichen Nachbarn (Österreich, Anm.) gefällt oder nicht, wir müssen in Atomenergie investieren. Sonst können wir die Ziele im Klimaschutz nicht erfüllen", betonte Babis. Er fügte hinzu, Tschechien bereite sich auf das Ende der Kohleära vor. Man senke die Emissionen von Kohlendioxid, auch weil Tschechien mit Trockenheit konfrontiert sei.

Aktuell dazu:

Tschechien will nach AKW Dukovany nun auch Temelin ausbauen >>

Prag billigt den Ausbau des AKW Dukovany >>

Babis lobte in der Neujahrsansprache zudem die Ergebnisse seiner Regierung. Tschechien erlebe nun die "erfolgreichste Ära" in seiner modernen Geschichte. Man habe die niedrigste Arbeitslosigkeit in der EU, und beim Bruttoinlandsprodukt pro Kopf habe man schon Portugal, Griechenland und sogar Spanien überholt. "Wir wachsen und werden schneller reich als die meisten EU-Länder", sagte der tschechische Premier. (apa/red)

Aktuell aus der Slowakei:

Leitender Ingenieur bestätigt Mängel beim AKW Mochovce >>