Autozulieferer

Schaeffler: "Qualität der Aufträge bei Elektroautos überzeugend"

Der deutsche Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler hat im vergangenen Jahr wegen der Coronakrise und eines Umbaus im Konzern ein deutliches Minus erwirtschaftet. Unter dem Strich steht ein Konzernverlust von 424 Mio. Euro, teilte Schaeffler in Herzogenaurach mit. Im Jahr zuvor schlug noch ein Gewinn von 428 Mio. Euro zu Buche.

Die Umsätze sanken 2020 währungsbereinigt um 10,4 Prozent auf 12,6 Mrd. Euro - der niedrigste Wert in den vergangenen fünf Jahren. Schaeffler beschäftigte 2020 weltweit gut 83.000 Mitarbeiter, ein Minus von 5,1 Prozent gegenüber 2019.

Zuletzt weltweit 83.000 Mitarbeiter

Im laufenden Jahr will Schaeffler den Umsatz um mehr als sieben Prozent steigern - unter anderem mit Antriebslösungen für den stark wachsenden Markt der E-Autos. "Die Qualität der Aufträge ist überzeugend, die Zahl der Projekte wird immer größer. Das zeigt, dass das Thema stark wird", sagte Schaeffler-Vorstandschef Klaus Rosenfeld der Deutschen Presse-Agentur. Das Vorkrisenniveau wird Schaeffler eigenen Schätzungen zufolge aber erst 2022 wieder erreichen.

"Es gibt fast keinen Autohersteller mehr, der nicht erklärt, wann er seine gesamte Flotte auf E-Mobilität umstellen will", sagte er. "Wir wollen das Portfolio noch weiter in diese Richtung anpassen." Im vergangenen Jahr sei das Auftragsziel für die E-Mobilität von 1,5 bis 2 Mrd. Euro mit einem Volumen von 2,7 Mrd. Euro deutlich übertroffen worden. Für heuer erwartet Rosenfeld in dem Sektor Aufträge mit einem Volumen von bis zu 3 Mrd. Euro.

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Vorkrisenniveau wohl erst 2022

Über das vergangene Jahr gesehen war China die einzige Wachstumsregion - die Märkte dort hätten sich schnell von der Coronakrise erholt. In China habe Schaeffler ein Umsatzplus von 8,7 Prozent erzielt.

Der angepeilte Konzernumbau mit dem Abbau von 4.400 Arbeitsplätzen vor allem in Deutschland und der Schließung einzelner Standorte gehe voran, sagte Rosenfeld. Die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern seien auf einem guten Weg und sollen in den nächsten Wochen abgeschlossen werden. (dpa/apa/red)

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