Nord Stream 2

OMV-Chef rechnet noch heuer mit Nord Stream 2

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An der Mitfinanzierung des Projekts habe sich die OMV beteiligt, weil das Investment lukrativ sei und es um eine Diversifizierung der Transportwege zur Erhöhung der Versorgungssicherheit gehe, sagte der OMV-Chef am Mittwoch im Halbjahrespressegespräch in Wien.

Den Weg freigemacht für eine Vollendung der fast fertigen Nord Stream 2 hat die vorige Woche zwischen den USA und Deutschland erzielte Einigung zu der Erdgasleitung, die außer in der Ukraine und einigen anderen osteuropäischen Staaten auch in den USA in der Vergangenheit auf politischen Widerstand gestoßen war.

OMV-Chef Rainer Seele sagte, er begrüße die Einigung Deutschland-USA sehr, weil sie den Weg für die Fertigstellung ebne. Das bringe höhere Versorgungssicherheit, die man dann auch den Kunden in Österreich bieten könne. Einen zu 100 Prozent über die Ukraine verlaufenden Weg, also die Abhängigkeit von einer Transportroute, gebe es künftig nicht mehr. Ob über die neue Leitung auch Erdgas nach Österreich kommen wird, lasse sich nicht sagen, man könne das Gas ja "nicht anmalen", verwies Seele auf bestehende vertragliche Vereinbarungen. Erdgas werde bei der Energiewende eine entscheidende Rolle spielen.

OMV-Finanzvorstand Reinhard Florey sagte, der Konzern habe sich mit Mitteln von etwas mehr als 800 Mio. Euro an der Finanzierung beteiligt, und daraus werde es noch heuer den ersten Rückfluss in Form von Zinszahlungen geben. Das Engagement sei eine reine Finanzierungsbeteiligung, aber natürlich mit einem strategischen Hintergrund, so Florey. (apa/red)

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