Elektroindustrie

Miele baut hunderte Arbeitsplätze ab - Salzburg vorerst nicht betroffen

Der deutsche Haushaltsgerätehersteller Miele will bis Ende 2021 weltweit rund 1.070 Stellen abbauen, davon etwa 240 in Deutschland. Weitere 650 Stellen sollen bis Ende 2025 im Gütersloher Waschmaschinenwerk wegfallen. Das teilte das Unternehmen in Gütersloh mit.

Der Schritt sei notwendig, um den tiefgreifenden Veränderungen der Märkte durch die Digitalisierung und den immer preisaggressiveren Auftritt asiatischer Wettbewerber Rechnung zu tragen. Ziel sei es, im ersten Schritt rund 190 Millionen Euro pro Jahr einzusparen und so die Wirtschaftlichkeit der gesamten Miele-Gruppe nachhaltig zu sichern.

Vorerst keine Auswirkungen in Salzburg

Die Ankündigung des Haushaltsgeräteherstellers Miele, bis Ende 2021 weltweit rund 1.070 Stellen abzubauen, hat zumindest aktuell keine Auswirkungen auf das Werk Bürmoos bei Salzburg. "Wir suchen intensiv nach Mitarbeitern und werden das weiterhin tun. In längerer Zukunft könnte es aber zu Verschiebungen kommen", sagte Sandra Kolleth, Geschäftsführerin von Miele Österreich, zur APA.

Miele Österreich rechnet mit Wachstum

Sie bewerte die neue Strategie des Unternehmens positiv und rechne aus heutiger Sicht mit einem weiteren Wachstum in Österreich. "Aus der heimischen Perspektive sehen wir für die österreichische Organisation eine zusätzliche Chance auf der internationalen Ebene", betonte Kolleth.

Die Österreich-Tochter von Miele mit Hauptsitz in Wals erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von 249,1 Millionen Euro. Das Werk Bürmoos erzielte am Standort dabei einen Umsatz von 39,21 Mio. Euro (Geschäftsjahr 2017/2018) und beschäftigte rund 260 Mitarbeiter. (dpa/apa/red)

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