Nutzfahrzeugindustrie

Knorr Bremse: "Nachfrage am Markt ist stark"

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© Konrad Neubauer / Knorr-Bremse

Die Belebung des Nutzfahrzeugmarkts hat Knorr Bremse, der auch zwei Standorte in Österreich hat, in den ersten neun Monaten zu einem Umsatzplus verholfen. Die Erlöse legten um gut 9 Prozent auf gut 5 Mrd. Euro zu, wie der Nutzfahrzeug- und Zugzulieferer am Freitag mitteilte. Der Betriebsgewinn (EBIT) verbesserte sich um fast ein Fünftel auf 708,5 Mio. Euro.

Knorr-Bremse-Chef Jan Mrosik sprach von einem anspruchsvollen Umfeld und nannte dabei die Probleme in der Lieferkette sowie Projektverschiebungen im Zug-Geschäft. Dennoch liege das Unternehmen in der Summe deutlich über dem Vorjahresniveau. "Die Nachfrage ist in unseren Märkten weiterhin stark und intakt."

Für das Gesamtjahr sagt das Unternehmen nun einen Umsatz von 6,6 bis 6,8 Mrd. Euro voraus und grenzt seine bisherige Spanne von 6,5 bis 6,9 Mrd. Euro etwas ein. 2020 lagen die Erlöse bei knapp 6,2 Mrd. Euro. Die operative Gewinnmarge (EBIT) solle zwischen 13 und 13,5 Prozent liegen und damit auf Vorjahresniveau; zuvor hatte das Unternehmen einen Wert zwischen 13 und 14,5 Prozent vorhergesagt. Das lässt auf einen Dämpfer zum Jahresende schließen: Für die ersten neun Monate meldete Knorr Bremse hier einen Wert von 14,2 Prozent.

Vor allem das Zuggeschäft bekommt immer noch die Coronapandemie zu spüren: Der Auftragseingang sank hier in den ersten neun Monaten um 8,4 Prozent, weil Projekte insbesondere in Asien verschoben wurden. Auch das Wartungsgeschäft läuft etwas schwächer: Weil in der Pandemie Züge seltener fuhren, müssen sie weniger gewartet werden. Anders sah es im Nutzfahrzeug-Geschäft aus, wo Knorr Bremse von der weltweit stark gestiegenen Nachfrage profitierte. Allerdings schlug die weltweite Halbleiterknappheit insbesondere im dritten Quartal zu Buche, weil viele Fahrzeughersteller ihre Produktion drosselten und deswegen auch andere Zulieferteile nicht abriefen. (apa)